Text-Bild-Ansicht Band 236

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Field'schen Anordnung erreicht ist, muss die Erfahrung lehren; immerhin ist entweder reines Kesselwasser zur Speisung anzuwenden, oder eine sehr häufige Reinigung vorzunehmen, da sonst gerade in den tiefsten Stellen der Röhren die Kesselsteinablagerung wegen der dort herrschenden sehr starken Verdampfung des Wassers sehr schädlich auftreten würde und hier der Kesselstein schlecht sich entfernen lässt. Ferner wird die Feder unter der Mutter der Ankerbolzen die Spannungen in den Kesselwandungen nicht so vollständig unschädlich machen, wie dies auf den ersten Blick scheinen möchte.

A. B.

Regulir- und Sicherungsvorrichtung für Dampfmaschinen mit Auslösesteuerung.

Mit Abbildungen auf Tafel 10.

Ant. Köllner in Neumühlen bei Kiel (* D. R. P. Nr. 8397 vom 3. Mai 1879) hat die in Fig. 1 bis 3 Taf. 10 dargestellte, sehr sinnreiche Einrichtung angegeben, welche sowohl eine übermässige Tourenzahl, als eine übermassige Belastung der Dampfmaschine wirksam verhütet. Wie sich aus der Beschreibung ergeben wird, ist dieselbe nur für Maschinen mit Präcisionssteuerung verwendbar, hier aber bei jedem System ohne grosse Schwierigkeit anzubringen.

Die Figuren zeigen die Anordnung des Köllner'schen Sicherheitsapparates bei einer Ventilmaschine, bei welcher das Anheben des Einströmventiles durch einen oscillirenden Hebel h unter Vermittlung eines kleinen Winkelhebels w besorgt wird. Der vom Regulator mittels der Stange z gesteuerte Daumen d (Fig. 1) bewirkt in bekannter Weise frühere oder spätere Absperrung. Wenn jedoch die Maschine völlig entlastet wird und in Folge der nun auftretenden aussergewöhnlichen Geschwindigkeit der Regulator seine höchste Stellung einnimmt, so findet bei den wenigsten Präcisionssteuerungen vollständige Absperrung des Dampfes statt; vielmehr zeigen fast alle noch eine gewisse Füllung und vermögen demnach nicht das Durchgehen der Maschine zu verhindern. Darum bringt Köllner einen besonderen Winkelhebel p an (in Fig. 1 schraffirt), welcher einerseits durch eine Zugstange o mit dem Regulator in Verbindung steht und andererseits mittels des horizontalen Winkelhebels q (Fig. 3) zu dem Mitnehmerhebel w in Beziehung tritt. Steigt der Regulator über ein gewisses Mass, so nimmt er die Zugstange o mit sich und bewegt dadurch das untere Auge des Winkelhebels p nach dem Pfeil 1, das vordere Ende des Winkelhebels q nach dem Pfeil 2 und verhindert dadurch den Mitnehmerhebel w am Eingriffe in den Anschlag der Ventilspindel, so dass das Ventil