Text-Bild-Ansicht Band 236

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dies in einem Jahr von 300 Tagen zu 12 Stunden eine Kohlenersparniss von 1620k, oder mit anderen Worten eine Ersparniss von etwa 30 M. gegen eine einmalige Ausgabe von 4,80 M. Deutlicher kann der Werth einer sorgfältigen Umhüllung von Dampfleitungen nicht veranschaulicht werden.

Versuche an Grubenpumpen.

Im Aachener Bezirksverein berichtete Ingenieur Jos. Savelsberg über Pumpendiagramme (Wochenschrift des Vereines deutscher Ingenieure, 1880 S. 110). Die ersten Indicatorversuche an Pumpen wurden i. J. 1869 von Oberingenieur J. Kraft, Ende 1869 von Bochkoltz und Radinger aufgenommen. Generaldirector E. Landsberg bemerkte hierzu, dass die Untersuchungen der bei der Actiengesellschaft für Bergbau zu Stolberg vorgekommenen Brüche die Ueberzeugung gegeben hätten, dass dieselben nur den Stössen der Pumpen zuzuschreiben seien. Dabei habe man sich sagen müssen, wie seltsam es doch sei, dass man bei den grossen Pumpen der Grubenmaschinen (mit Ausnahme der unterirdischen Pumpen) nicht die bei kleinen Pumpen doch so verbreitete Vorsicht anwende, nämlich die, einen Windkessel anzubringen. Man sei zu der Ueberzeugung gekommen, dass der Windkessel nothwendig sei, dass man ferner so viel als möglich dafür sorgen müsse, die Wasserbewegung im Steigrohre ununterbrochen zu erhalten, was man am besten durch Pumpen erreiche, welche sowohl beim Aufwärts; als beim Abwärtsgehen des Gestänges Wasser liefern, und da, wo zwei Pumpen neben einander stehen, durch die Anbringung eines gemeinsamen Steigrohres; bei letzterer Anordnung habe man den Vortheil, wenn schon zwei Steigrohre vorhanden sind, das eine ganz oder theilweise als Windkessel benutzen zu können. Es sei dabei allerdings schwer, die Luft im Windkessel zu erhalten; die Schwierigkeit sei aber jetzt bei den Pumpen der „Stolberger Gesellschaft“ überwunden.

Kaffeebrenner von Karl Brenner in Dortmund.

Die Achse der Trommel eines Kaffeebohnenbrenners ist hohl und, so weit sie in der Trommel liegt, siebartig durchlöchert; an einem Ende ist die Achse mit einer Kurbel verbunden und dadurch geschlossen, während das andere Ende offen bleibt. Während des Drehens der Trommel tritt der mit den Bohnen vermischte Staub durch die siebartigen Oeffnungen in die Achse und entfernt sich durch die vordere Oeffnung derselben. (* D. R. P. Nr. 8417 vom 6. December 1879.)

Apparat zum Aufnehmen von Querprofilen.

Eine aus 2m langen Gliedern, die sich in Gelenken nach Art der gewöhnlich gebräuchlichen zusammenlegbaren Massstäbe bewegen, bestehende Latte von einer der Länge entsprechenden Stärke, ist bestimmt, beim Gebrauche in dem aufzunehmenden Querprofile sich dem Terrain möglichst anzuschmiegen. Sie wird daselbst einen in einer Verticalebene befindlichen gebrochenen Linienzug bilden, und es handelt sich nur darum, für jedes Glied der Latte dessen horizontale, sowie verticale Projection zu bestimmen, um den Linienzug mittels Coordinaten (Coordinatendifferenzen zunächst) bestimmt zu erhalten. Die Ermittlung des horizontalen und verticalen Abstandes der Enden eines jeden Gliedes bewirkt Wilh. Koch in Neunkirchen (* D. R. P. Nr. 4349 vom 9. August 1878) mittels eines von ihm „Libellenmassstab“ genannten Instrumentes, welches aus einem Viertelkreisbogen besteht, der zwei Theilkreise trägt. Die Theilung des äussern Kreises ist so ausgeführt, dass der verticale Radius in 200 Theile (so viel, als ein Glied Centimeter lang ist) getheilt wurde und diese auf die Peripherie projicirt wurden, somit zur directen Ablesung des Höhenunterschiedes dient. Der zweite Kreis ist in ähnlicher Weise mit Benutzung des horizontalen Radius getheilt zu denken und erlaubt die directe Ablesung der horizontalen Entfernung der Endpunkte eines jeden Gliedes und zwar in Centimeter. Das Ablesen selbst erfolgt an einer in der verticalen Ebene drehbaren Alhidate, welche eine Libelle und für jeden Theilkreis einen Index trägt. Auf jedes Glied der an das Terrain gelegten Latte