Text-Bild-Ansicht Band 236

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Trommelgebläse von Lacomme und Comp. in Paris.

Mit Abbildungen auf Tafel 20.

Das vorliegende, in Fig. 1 und 2 Taf. 20 dargestellte Gebläse (* D. R. P. Kl. 27 Nr. 7714 vom 27. März 1879) besteht aus einer allseitig geschlossenen Trommel, in welcher ein halbringförmiger Kolben k mittels einer auf seiner Achse c befestigten Kurbel d in Schwingung versetzt werden kann. Der Raum zwischen dem Kolben und den Trommelwänden ist mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit ausgefüllt, welche den Zweck hat, die beiden oberen, durch die Wand m getrennten Trommelquadranten auch nach unten luftdicht gegen einander abzuschliessen. An diesen Quadranten ist je ein Saug- und Druckventil entweder unmittelbar, oder in gekrümmten Röhren a, b angebracht. Wird der Kolben in Schwingung versetzt, so verdrängt er die Luft in den einen Quadranten und saugt in den andern solche ein. Die Pressung der ausgeblasenen Luft kann natürlich nur eine geringe sein, da sonst die Kolbendichtung unterbrochen werden würde.

Lacour's direct wirkende Dampframme.

Mit Abbildungen auf Tafel 18.

Der bereits von Riggenbach gemachte Versuch, die Nasmyth'sche Dampframme nach dem Vorbild des Condié'schen Dampfhammers abzuändern, also den über dem feststehenden Kolben beweglichen Dampfcylinder als Rammbär zu benutzen, ist bei der von S. Owens und Comp. in London gebauten Lacour'schen Dampframme, wie es scheint, mit Erfolg erneuert worden; denn die neue Rammvorrichtung ist, wie ein Blick auf die dem Iron, 1880 Bd. 15 S. 74 entnommenen Fig. 7 und 8 Taf. 18 bestätigt, höchst einfach. Diese Einfachheit ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass sich Lacour entgegen anderen Constructeuren nicht scheut, als Dampfleitung einen Schlauch zu benutzen, welcher an der Bewegung des Rammcylinders beim Schlagen theilnimmt. Auch die Steuerung des Dampfes ist durch Anwendung eines Dreiweghahnes, welcher mittels eines Hebels am besten von Hand gestellt wird, in denkbar einfachster Weise erzielt.

Die Wirkungsweise der Rammvorrichtung besteht nun darin, dass der in dem Schlauch h zugeführte und durch den entsprechend gestellten Hahn g zwischen den Kolben e und den Deckel des Cylinders d strömende Dampf den Cylinder hebt, weil sich die Kolbenstange f gegen den Pfahlkopf stützt. Wird der Hahn dann umgesteuert, so pufft der Dampf durch das Rohr k in die freie Luft aus und der Cylinder fällt auf den