Text-Bild-Ansicht Band 236

Bild:
<< vorherige Seite

E. Schiess'sches Formverfahren für Rollen und Scheiben.

Mit Abbildungen auf Tafel 18.

Das von E. Schiess in Düsseldorf-Oberbilk (* D. R. P. Kl. 31 Nr. 6935 vom 27. März 1879) benutzte Formverfahren für einfache runde Gegenstände, wie Rollen, Scheiben u. dgl., besteht darin, dass die halben, im Durchmesser getheilten Modelle auf einer in der Ebene der Formplatte b (Fig. 14 und 15 Taf. 18) liegenden Achse a sitzen. Die Modelle sind auf der Formplatte durch entsprechend ausgeschnittene Abstreifbleche c genau begrenzt. Die Achse a kann mittels der Kurbel d zwischen den Anschlagschrauben e genau um 180° verdreht werden.

Nachdem eine Formkastenhälfte voll Sand gestampft ist, wobei die Modelle in der Stellung, wie der Längenschnitt Fig. 15 zeigt, sich befinden, wird die Achse a mit den Modellen mittels der Kurbel d um 180° gedreht; in Folge dessen gehen die Modelle durch die Abstreifplatte c hindurch, worauf man den Formkasten abnehmen kann. In gleicher Weise wird mit der anderen Formkastenhälfte verfahren. Giess- und Steigtrichter sind mit angeformt, so dass die Kästen, nur auf einander gesetzt, fertig zum Giessen sind. Durch die Drehung der Modelle im Sande wird die Form sauber geglättet.

Hutchinson's Walzwerk mit losen Ringen.

Mit Abbildungen auf Tafel 19.

Zur Anfertigung von Blechen, Platten und Stangen (Flach-, Band-, Quadrateisen u. dgl.) verwendet Edw. Hutchinson in Darlington, England (* D. R. P. Kl. 18 Nr. 8895 vom 12. September 1879) ein vereinfachtes und verbessertes Universalwalzwerk (Fig. 1 und 2 Taf. 19), bei dem die stehenden Walzen weggelassen und durch je einen Ring ersetzt werden, welche links und rechts nahe dem Rande auf den Ballen der Ober- bezieh. der Unterwalze aufgeschoben sind und in eine Nuth der anderen Walze eingreifen.

Die Oberwalze ist nun in ihren Lagern der Länge nach verschiebbar, wozu die Laufzapfen entsprechend verlängert sind, und es erfolgt diese Verschiebung mittels einer kräftigen Schraube, deren Mutter durch Schienen mit dem Drucklager der Walze in Verbindung steht, so dass der ganze Mechanismus bei der Verstellung der Oberwalze folgen kann. Durch die Verschiebung wird von der Nuth der Oberwalze der Bund der Unterwalze mitgenommen, während durch die Nuth der festliegenden Unterwalze der Bund der Oberwalze um das gleiche Stück in entgegen