Text-Bild-Ansicht Band 236

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die Feder E mit ihrem Ende ab schon unter dem noch gehobenen Stifte l hindurchpassirt, oder sie gleitet, wenn l hinabgefallen, über denselben hinweg. Je nachdem man also den Anker A längere oder kürzere Zeit angezogen lässt, wird eine weitere oder nähere Station angerufen, während auf den anderen kein Signal ertönt. Um jedoch zu vermeiden, dass beim Telegraphiren bei etwaigem langem Schliessen des Stromes der Anker A angezogen wird und die Scheibe C dadurch in Drehung geräth, ist eine Falle L angebracht, welche B niederhält, und nur bei Auslösung des Läutewerkes wird diese Falle L durch die Hebel P und R mit der Hand zur Seite gehoben, so dass die Scheibe C sich drehen kann.

Extractionsapparat zur quantitativen Bestimmung von Fett, Alkaloïden u. dgl.; von Dr. F. Gantter.

Mit Abbildungen auf Tafel 21.

Von den vielen zur quantitativen Bestimmung von Fett und ähnlichen Substanzen durch Extraction mit Aether, Schwefelkohlenstoff u. dgl. vorgeschlagenen Apparaten haben sich nur wenige dauernder praktischer Anwendung zu erfreuen gehabt. Zu den bewährtesten Apparaten dieser Art gehört der von Tollens (* 1879 234 128) angegebene, welcher bei grosser Dauerhaftigkeit rasches und sicheres Arbeiten mit wenig Aether gestattet. Bei Anwendung geringer Mengen Substanz lässt sich derselbe ausserordentlich gut anwenden; wo es sich jedoch um Extraction grösserer Mengen (20g und mehr) handelt, da nimmt der genannte Apparat zu grosse Dimensionen an und wird dadurch unbequem.

Beschäftigt mit der Extraction grösserer Mengen Oelkuchen, kam ich auf den Gedanken, die Anwendung von grösseren Mengen Substanz in dem in Fig. 20 Taf. 21 skizzirten Apparat zu ermöglichen. Derselbe besteht aus dem äusseren weiteren Extractionsrohr a und dem inneren engeren Rohre b, welches an seinem oberen Ende kurz umgebogen ist. Am unteren Ende des Rohres b, da wo der ausgezogene Theil des Rohres a beginnt, sind zwei Knöpfe angeblasen, zwischen denen das Rohr b mit einer Lage Werg und dieses selbst noch mit Filtrirpapier umwickelt ist, so dass ein den ausgezogenen Theil des Rohres a vollständig ausfüllendes Filter entsteht. Man gibt demselben zweckmässig eine conische Form, damit durch Ziehen am unteren Ende das innere Rohr mässig fest in den äusseren ausgezogenen Theil eingepresst werden kann. Zu beachten ist, dass das innere Rohr genau in der Mitte des ausgezogenen Theiles stehen muss und nirgends am äusseren Rohr anliegen darf, um ein vollkommen sicher wirkendes Filter herzustellen. In das so vorbereitete äussere Rohr a wird nun die zu extrahirende