Text-Bild-Ansicht Band 236

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genügt, die Flammen zu entzünden. Die Laterne gibt eine Leuchtkraft von 13 Carcellampen bei einem stündlichen Gasverbrauch von 1400l. Gasdruckregulator. Der von J. Sinclair in London nach dem Iron, 1879 Bd. 14 S. 773 in Fig. 13 Taf. 22 dargestellte für 1 bis 1000 Flammen gelieferte Regulator lässt das Leuchtgas von a aus eintreten, an dem Ventil o vorüber in den Raum D und in der Pfeilrichtung durch das Rohr b zum Brenner. Bei steigendem Gasdruck wird die in eine Rinne mit Quecksilber tauchende Glocke B und damit auch das Ventil gehoben, der Gaszufluss somit entsprechend vermindert. Durch Abnehmen oder Auflegen kleiner Gewichtstücke bei A kann der Gasverbrauch genau geregelt werden (vgl. Barbary * 1868 187 40. Liebau 1875 216 * 142. 544. Teclu * 1877 223 379).

Bei Schooley's Gasregulator (Engineer, 1879 Bd. 48 S. 153) geht das Gas, wie in Fig. 14 Taf. 22 zu sehen, in ähnlicher Weise von a aus an dem Kegelventil o vorüber durch das Rohr b zum Brenner. Bei steigendem Gasdruck wird von dem ringförmigen Rohre c aus die mit Wasserverschluss versehene Glocke B gehoben und damit der Gasdurchlass bei o entsprechend verringert.

Der Gasregulator von E. Braundbeck in Hamburg (* D. R. P. Kl. 26 Nr. 6126 vom 20. August 1878) hat eine ähnliche Einrichtung als der von Judkin (* 1872 205 30); nur bewegt sich hier die Klappe d (Fig. 15 und 16 Taf. 22) in zwei mit den Muttern h befestigten Gelenken e. Um das die Glocke y abschliessende Quecksilber q vor Oxydation zu schützen, wird dasselbe mit einer Schicht Glycerin g bedeckt.

Aehnlich ist der Druckregulator von W. Ritter in Altona (* D. R. P. Kl. 26 Nr. 6154 vom 6. November 1878).

Ueber das Brennen von Thonwaaren, Kalk, Cement und Gyps.

(Fortsetzung des Berichtes S. 158 dieses Bandes.)

Mit Abbildungen auf Tafel 23.

Der Ofen zum Brennen von Porzellan und feineren Thonwaaren von F. W. G. Becker in Berlin (* D. R. P. Kl. 80 Nr. 221 vom 22. August 1877) unterscheidet sich dadurch von den sonst üblichen Oefen, dass hier die Waare in Chamotteretorten statt in den gebräuchlichen Kapseln gebrannt wird. Der in Fig. 1 bis 6 Taf. 23 dargestellte Ofen hat zwei Feuerungen a mit Aschenfall e, deren Flammen zwei kürzere und zwei längere Retorten bespült, um durch die Kanäle b und d zu entweichen. Die Waare wird auf Platten von der hinteren Seite des Ofens in die oberen Retorten f gebracht, hier allmählich vorgewärmt, dann an der Vorderseite der Retorten schnell herausgezogen und sofort in die unteren heisseren Retorten f1 gebracht, um hier völlig gar gebrannt zu werden.