Text-Bild-Ansicht Band 236

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C. Schumann zieht daher den Schluss, dass die Art der Zerkleinerung auf die Bindekraft des Cementes ohne Einfluss ist.

Dr. Heintzel hat mit gemahlenem und gestampftem Cement ähnliche Versuche angestellt. Beide Cementsorten wurden durch das 900-Maschensieb gefeint und liessen dann auf dem 5000-Maschensieb übereinstimmend 23,8 Proc. Rückstand. Die Festigkeit war folgende:

Nach 7 Tagen Nach 28 Tagen
Gemahlener Cement 14,7 21,3
Gestossener Cement 12,0 20,75

Rud. Dyckerhoff zieht aus den gemachten Angaben den Schluss, dass nicht die Gestalt des Kornes, sondern der Feinheitsgrad desselben auf die Festigkeit von Einfluss ist; dass der Feinheitsgrad weder durch ein 900-Maschensieb, noch durch ein 5000-Maschensieb hinreichend genau zu ermitteln ist und dass die Feinheit der Mahlung am richtigsten durch die Sandprobe beurtheilt wird.

(Fortsetzung folgt.)

Ueber die Herstellung von Zink.

Mit Abbildungen auf Tafel 23.

(Nachtrag zum Bericht S. 280 Bd. 235.)

Um das Entleeren und Neubesetzen der Muffeln zu erleichtern, setzt C. A. Hering in Freiberg (* D. R. P. Kl. 40 Nr. 8687 vom 25. Juli 1879) die mit wenig geneigten Seitenwänden versehene Muffel a (Fig. 14 und 15 Taf. 23) über den nach aussen steil geneigten Kanal b. Die Muffel a hat selbst keinen Boden; der Verschluss nach unten wird durch die Rückstände gebildet, indem man dieselben durch die Oeffnung c nur so weit herauszieht, dass sie den Kanal b noch völlig anfüllen. Das Besetzen der Muffel mit einer neuen Beschickung erfolgt durch die über dem Ofen in eiserne Trichter ausmündenden Chamotterohre g, welche nach dem Beschicken durch Thonpfropfen verschlossen werden. Die gusseiserne Condensationsvorlage bleibt stets in ihrer Lage und besitzt ein Stich- und ein Räumloch. Die Feuerführung erfolgt derart, dass das Gas von der Generatoranlage aus durch den Kanal e und die Abzweigungen / in die Muffelnische geführt wird und dort durch von k aus zugeführte Luft zur Verbrennung gelangt. Die Flamme geht aus einer Muffelnische in die nächste, vereinigt sich daselbst mit der dort neu erzeugten Flamme, gelangt in die dritte Nische u.s.f., bis sie von der letzten Nische durch den Fuchs in den Gasabzugskanal entweicht. Da jede Nische ihre eigene Feuerung sowie ihren eigenen Fuchs besitzt, so kann man jede Nische einzeln absperren, ohne den Betrieb zu stören.

L. Kleemann in Myslowitz (* D. R. P. Kl. 40 Nr. 7411 vom 1. April 1879) setzt vorn auf die Vorlage einen mit Schlacken u. dgl. gefüllten Kasten,