Text-Bild-Ansicht Band 236

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und Bügel angezogen und vom inneren Dampfdruck angepresst werden. Beide Arten von Verschlüssen haben den Uebelstand, in kürzerer oder längerer Zeit das Blech in ihrer Umgebung durch Abnutzung oder Corrosion zu zerstören, während der hier nach Engineer, 1880 Bd. 49 S. 53 zu beschreibende Auswaschdeckel von diesen Uebelständen frei ist. Statt der conischen Schraube wird hier (vgl. Fig. 11 und 12 Taf. 25) ein conisch abgedrehter glatter Pfropfen in die entsprechend ausgefräste Kessellücke eingepresst und die erforderliche Spannung durch das Anziehen einer Mutter hervorgebracht, deren Schraube mit ovalem glattwandigen Kopf (in Fig. 11 punktirt) sich gegen die innere Kesselwand anlegt.

Die Unterkante der Mutter ist in einer Ringnuth des conischen Pfropfens eingeschliffen und dichtet sich selbst ab.

Fr.

Pelzer's Sicherheitsapparat für Wasserhaltungsmaschinen.

Mit Abbildungen auf Tafel 24.

Das bei dem Gestängebruch einer Wasserhaltungsmaschine zu befürchtende Durchschlagen des Dampfkolbens muss durch besondere Sicherheitsvorrichtungen verhütet werden; eine solche ist die in den Fig. 10 bis 12 Taf. 24 abgebildete von Friedr. Pelzer in Dortmund (* D. R. P. Kl. 59 Nr. 4309 vom 31. Juli 1878). Ihre Wirkung besteht darin, dass bei jeder grösseren als der normalen Kolbengeschwindigkeit ein Gewichtshebel ausgelöst wird, welcher das Schliessen der Steuerungsventile oder das gänzliche Umsteuern der Maschine bewirkt.

Der Apparat besteht aus zwei neben einander stehenden, unten und oben mit einander verbundenen Rohren R, welche mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit gefüllt sind. In dem einen Rohr bewegt sich ein ziemlich dicht eingepasster Kolben k nach abwärts, wenn das Pumpengestänge gehoben wird, da er mittels seiner Stange s an die Steuerstange oder einen anderen hin- und hergehenden Theil. der Maschine angehängt ist, welcher eine dem Gestänge entgegengesetzte Bewegung hat. Die von dem Kolben k verdrängte Flüssigkeit wird gegen das Ventil V gedrückt, welches den Rohr quer schnitt nur zum Theil absperrt, da es mit einer durch ein zweites Ventilchen v regulirbaren Oeffnung versehen ist. Dieses Ventilchen ist auf das mit Gewinde versehene Ende der von einem Rohrstück gebildeten Ventilstange a aufgeschraubt, welche in dem Bügel b des Ventiles V drehbar ist. Da in diesem Bügel das Ventilchen v geführt wird, kann es an der Drehung der Stange a nicht theilnehmen, wird aber hierbei verstellt.

Die Regulirung wird nun so vorgenommen, dass die gegen das