Text-Bild-Ansicht Band 236

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Apparat zur Conservirung von Bier. Nach W. Lesemeister in Köln (* D. R. P. Kl. 6 Nr. 8331 vom 25. März 1879) wird das fertig gebraute Bier in einem Kupferkessel a (Fig. 16 Taf. 29), welcher in einem direct über dem Feuer stehenden eisernen Kessel c mit Wasser steht, auf 100° erhitzt. Auf diesem Kessel steht ein Aufsatz e, um die beim Erwärmen aufsteigenden flüchtigen Bierbestandtheile aufzufangen, mittels der Kühlvorrichtung f zu verdichten und sie dem Biere wieder zuzuführen. Sind durch das Erhitzen die Gährungsorganismen getödtet, so wird das Bier von b aus mittels einer Pumpe durch einen Kühler hindurch in einen Behälter gehoben, von welchem aus es nach dem Absitzen zur Sättigung mit Kohlensäure in einen gewöhlichen Mineralwasserapparat abgelassen wird, um es dann auf Flaschen oder Fässer zu füllen.

Barff's Process, Eisen gegen Rost zu schützen.

Mit einer Abbildung auf Tafel 29.

Um Eisen als Rostschutzmittel mit einer Schicht von magnetischem Eisenoxyd zu überziehen (vgl. 1877 224 551. 225 107) verwendet jetzt Barff nach Engineering, 1879 Bd. 28 S. 441 stark überhitzten Wasserdampf. Der im Kessel B (Fig. 17 Taf. 29) erzeugte Wasserdampf wird zu diesem Zweck durch das Rohr b zu der etwa 25mm weiten und 14m langen Spirale C geleitet, welche seitlich durch Steine vor zu starker Wirkung der in F erzeugten Flamme geschützt ist. Der hier überhitzte Dampf geht dann durch das mit Hahn h versehene Rohr c in die Retorte A. Diese wird von E aus zunächst auf etwa 260° erhitzt, dann mit den entsprechenden eisernen Gegenständen gefüllt. Nun wird die Thür verschlossen, die Wärme entsprechend gesteigert und der überhitzte Wasserdampf eingelassen; der gebildete Wasserstoff tritt mit dem überschüssigen Wasserdampf durch das Rohr d in die Feuerung. Nach 5 bis 10 Stunden ist das Eisen mit einer fest haftenden, sehr harten Oxydschicht überzogen.

Neue Gasbürette von Ph. Braham.

Mit einer Abbildung auf Tafel 29.

Zum Sammeln und Messen von Gasen verwendet Ph. Braham (Chemical News, 1879 Bd. 40 S. 188) eine an beiden Seiten offene getheilte Glasröhre, welche oben eine Kappe von Buchsbaumholz trägt. Mittels der Stahlstange C (Fig. 18 Taf. 29) bewegt sich in dem Rohre die zwischen zwei Stahlplatten zusammengepresste Gummischeibe B.