Text-Bild-Ansicht Band 236

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daher rührt, dass ein Theil der Luft von dem porösen Kupferoxyd an der Oberfläche und in den Poren desselben so fest zurückgehalten wird, dass er erst beim Erhitzen entweicht. Man erhitzt nun allmählich das zum Nachspülen verwendete Kupferoxyd, dann das Gemenge von Kupferoxyd und Substanz selbst. Bei zu rasch geleiteter Verbrennung entweicht zuweilen ein Theil des Stickstoffes in Form flüchtiger Verbindungen, die sich in dem Condensationswasser der Kugel b ansammeln. Das Entweichen von Stickstoff-Sauerstoffverbindungen konnte nur durch Vorlegen von im Wasserstoffstrom aus Kupferoxyd reducirtem porösem Kupfer statt der Kupferdrehspäne verhindert werden. Ist nun die Verbrennung beendet und durch Erhitzen der zweiten Hälfte des Carbonates aller Stickstoff in das Messrohr geführt, so wird das Eudiometer mittels des untergeschobenen Schälchens g (Fig. 20) aus der Wanne gehoben und in ein grösseres Gefäss mit Wasser übertragen. Nach kurzem Stehen findet die Ersetzung der Kalilauge durch Wasser statt, und man hat nur dafür zu sorgen, dass auch die an den Wänden des Eudiometers haftende Kalilauge weggespült werde, was dadurch bewirkt wird, dass man die Mündung des Messrohres mit dem Daumen verschliesst und durch entsprechendes Neigen desselben das Wasser die oberen Gefässwände völlig bespülen lässt. Das Rohr wird nun wieder in das Gefäss mit Wasser zurückgebracht, völlig im Wasser untergetaucht und so lange stehen gelassen, bis keine Aenderung des Volumens mehr eintritt, worauf in bekannter Weise abgelesen wird.

A. Stromeyer (Correspondenzblatt der analytischen Chemiker, 1879 Nr. 21) erhielt beim Eindampfen des in Salzsäure aufgefangenen Ammoniaks einen stark roth gefärbten Rückstand. Um hieraus eine titrirfähige Lösung zu erhalten, weicht er den vollkommen eingetrockneten Rückstand in Wasser auf, versetzt mit einer hinreichenden Menge kohlensaurem Natron, trocknet abermals ein und glüht gelinde. Nun wird mit Wasser aufgenommen, filtrirt, die Lösung vorsichtig mit Salpetersäure neutralisirt und aus dem mit Silberlösung titrirten Chlor der Stickstoff berechnet.

Neuerungen an Wärmemessern.

Mit Abbildungen auf Tafel 30.

Metallthermomeier. C. L. Strube in Buckau-Magdeburg (* D. R. P. Kl. 42 Nr. 8562 vom 29. Juli 1879) befestigt im unteren Ende einer Metallhülse eine linksgängige Spirale, bestehend aus einem zusammengelötheten Streifen Messingblech mit darauf liegendem Stahlblech. Diese Spirale ist mit einem Messingcylinder G verbunden, welcher