Text-Bild-Ansicht Band 236

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Bezlinac Dernö
Kohlenstoff, chemisch gebunden 0,362 0,850
Graphit 3,674 1,910
Silicium 1,150 1,773
Phosphor 0,130 0,120
Schwefel 0,010 0,027
Arsen Spur
Antimon 0,085
Kupfer 0,055 0,033
Nickel Spur
Kobalt Spur
Mangan 1,812 2,255
Eisen als Rest 92,807 92,947.

Neue Bestimmungen des mechanischen Wärmeäquivalentes.

Der von J. P. Joule (Beiblätter zu den Annalen der Chemie und Physik, 1880 S. 263) verwendete neue Apparat unterscheidet sich von dem älteren hauptsächlich dadurch, dass das Calorimeter an der die Flügel tragenden Achse mit möglichst geringer Reibung drehbar befestigt ist, so dass also, wenn man die Flügel im Wasser rotiren lässt, eine Bewegung des Calorimeters in demselben Sinne eintreten muss, die aber durch Gewichte, welche an einer um das Calorimeter geschlungenen Seidenschnur befestigt sind, gerade aufgehoben wird. Vorerst wird der Wasserwerth der einzelnen Theile des Calorimeters in möglichst genauer Weise bestimmt, ebenso vor jedem Versuch der Einfluss der Strahlung des Metalles und Holzes, sowie der der metallischen Reibung.

Bezeichnet nun R die Anzahl der Umdrehungen, W die zur Compensirung der Bewegung des mit destillirtem Wasser gefüllten Calorimeters nöthigen Gewichte, welche während des Versuches immer in constanter Höhe schweben, P den Umfang des Calorimeters, um welchen die die Gewichte haltende Seidenschnur läuft, C die Wärmecapacität des Calorimeters und endlich T die Temperaturerhöhung in demselben, so ergibt sich für das mechanische Wärmeäquivalent die Grösse:

.

Joule hat 5 Versuchsreihen von je 6, 7, 15, 17, 21 Einzelversuchen angestellt, und zwar geben seine Bestimmungen den obigen Quotienten in Fusspfunden, d.h. die Anzahl Fusspfunde, durch deren Umsetzung in Wärme ein Pfund (englisch) Wasser von der Temperatur des Versuches um 1° F. erwärmt wird. Die sämmtlichen gegebenen 66 Zahlen schwanken zwischen 760,44 und 776,68. Umgerechnet in Meterkilogramm für 1° C. würde sich als Mittel aus den einzelnen Versuchsreihen ergeben 420mk,79 bei 14,520, 424,95 bei 14,64°, 423,935 bei 14,70°, 424,163 bei 15,54°, 424,63 bei 17,30°. Aus den drei Versuchsreihen, bei denen die metallische Reibung sich als die kleinste erwies, berechnet Joule mit Berücksichtigung des Regnault'schen Gesetzes für die Zunahme der specifischen Wärme des Wassers 424,29 bei 15,55°. Schliesslich bestimmt sich das mechanische Wärmeäquivalent, bezogen auf die. Meeresoberfläche, die Breite von Greenwich und auf Wasser gewogen im Vacuum zu 423mk,84 bei 15,55° C.

Ueber die Temperatur der Sonne.

Während J. Herschel für die Temperatur der Sonne 5000000° annahm, findet Langley (Beiblätter zu den Annalen der Physik und Chemie, 1880 S. 277) dass sie höher sein müsse als 8000000°. Dagegen fanden:

Secchi (1873) 5801846°
Derselbe (1874) 133780 bis 169980°
Zöllner 61350°
Rosetti (1879) 9965 bis 20381°
Berthelot (1878) über 2500°
Deville 2500 bis 2800°
Violle (1876) 2500°