Text-Bild-Ansicht Band 236

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Drehung der Schieberstange dieser nicht folgen, ist eine Stange E durch einen Arm eines jeden Schiebers gesteckt und in den Schieberkastendeckeln gehalten.

Der Dampf tritt durch das Einströmungsrohr F in den Schieberkasten, durchströmt die durchbrochenen Expansionsschieber, erfüllt somit jeden freien Raum und belastet keineswegs die Schieber. Von hier gelangt er durch die Durchbrechungen im Vertheilungsschieber in das Innere des Dampfcylinders. Ebenso erfüllt der ausströmende Dampf die den Vertheilungsschieber ganz umgebende Kammer C und gelangt, ohne den Schieber zu belasten, in das Ausströmrohr.

Die Schieber erhalten ihre Bewegung durch zwei auf der Kurbelwelle befestigte Excenter und damit verbundene Excenterstangen. Der Vertheilungsschieber ist an dem der Kurbelwelle zugekehrten Ende mit einer durchbrochenen Flansche verschraubt, an welche die zur Aufnahme der Expansionsschieberstange dienende hohle Vertheilungsschieberstange angegossen ist; letztere ist noch von einem Muffe umgeben, um mit einer seitlichen Schieberstange gekuppelt werden zu können.

G. H.

J. Blake's Wasserstandszeiger.

Mit einer Abbildung auf Tafel 31.

Es ist bekannt, wie lästig der durch das Speisewasser in den Kessel mitgeführte Schlamm nicht allein auf die beschleunigte Bildung des Kesselsteins, sondern auch auf das Wasserstandsglas in so fern einwirkt, dass sich im Innern der Glasröhre eine dünne gefärbte Schicht absetzt und dadurch die Beobachtung der Höhe des Wasserspiegels erschwert wird.

Im Engineering, 1880 Bd. 29 S. 186 ist nun eine in Fig. 7 Taf. 31 abgebildete, am Wasserstandszeiger angebrachte Einrichtung veröffentlicht, welche Joh. Blake in Accrington construirt hat und ihm in England patentirt ist und welche den letzt angeführten Uebelstand wesentlich vermindern, wenn auch nicht ganz beseitigen soll. In das von Kupferblech hergestellte cylindrische Gefäss, welches oben mit dem Glase in aus der Skizze ersichtlicher Weise verbunden ist, wird directer Dampf eingelassen, welcher sich in Folge der abkühlenden Oberfläche des Gefässes in demselben niederschlägt und als ziemlich klares Wasser in das Glas läuft. Ist das Glas mit diesem überdestillirten Wasser zur Genüge gefüllt, so öffnet man das bis dahin geschlossen gehaltene untere Ventil nur so wenig, um eine gehörige Communication des Kesselspeisewassers mit dem Glase herzustellen. Nimmt man in gewissen Zeiträumen ein Ausblasen des Glases mittels