Text-Bild-Ansicht Band 236

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Ringspindel von J. Duffy und H. Whorwell in Paterson, N. J.

Mit Abbildungen auf Tafel 35.

Fuss- und Halslager dieser Spindel sind, wie Fig. 1 und 2 Taf. 35 zeigen, in einem durchbrochenen Gusskörper B angebracht, welcher in die Spindelbank eingesetzt und durch eine Druckschraube befestigt wird. Das Halslager c reicht tief in einen rohrförmigen Fortsatz des Schnurwürtels hinein, der eine Oelkammer bildet, welche das Ueberfliessen von Schmiermaterial verhindert und ununterbrochene Schmierung bewirkt. Das Eintreten von Staub und Fäserchen in diese Kammer ist ziemlich gut verhindert; dagegen sind Schutzmassregeln bei der Oelkammer des Fusslagers ausser Acht gelassen; wenigstens zeigt die Skizze im Scientific American, 1879 Bd. 41 S. 327 nichts davon.

Nach Lösen der Druckschraube o lässt sich die Spindel mit sämmtlichen darauf steckenden Theilen aus dem Lager entfernen. Um die Achse des Halslagers genau zusammenfallen zu lassen mit der des Fusslagers ist es wohl nothwendig, den Körper c mit schwachem Conus einzusetzen.

W. Birch's Maschine zum Oeffnen, Ausbreiten und Leiten von Geweben.

Mit Abbildungen auf Tafel 35.

Auf der Wiener Ausstellung 1873 wurde von Will Birch in Salford durch das den Kattundruckereien und Färbereien rühmlichst bekannte englische Haus J. M. Sumner und Comp. in Manchester eine selbstwirkende Ausbreitmaschine zum Führen, Ausbreiten und Entkräuseln von nassen, gefärbten oder gebleichten Calicots und anderen Stoffen als eine Neuheit vorgeführt, über welche damals kurz berichtet worden ist (vgl. 1874 211 395). Dieselbe enthielt einen wirklich neuen Gedanken und kommt einem thatsächlichen Bedürfniss der betreffenden Industrien entgegen. Doch fand sie bis jetzt weder in der Praxis, noch in der Literatur die für eine allgemeine Verbreitung nothwendige Beachtung, wozu u.a. das damalige, zwar wortreiche, jedoch die wichtigsten Bestandtheile des Apparates kaum berührende Rundschreiben der Fabrik seinen guten Theil beigetragen haben mag, – ein gemeinnützlicher Wink für neue Maschinen, welche wohl bekannt, aber nicht erkannt werden wollen. In jenem Rundschreiben wurde als wichtiger Bestandtheil der Maschine auch ein Regulator erwähnt, ohne nähere Beschreibung seiner Einrichtung und Dienstleistung. Auf seine Verbesserung beziehen sich zunächst die neuesten Abänderungen des