Text-Bild-Ansicht Band 236

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Als Nachtheil freilich müssen wir die grosse Anzahl der beweglichen Theile bezeichnen und die für richtiges Oeffnen und Schliessen der Ventile nothwendige complicirte Einrichtung.

Die am Schlüsse des betreffenden Aufsatzes sich findenden Vergleiche zwischen der Beförderungsgeschwindigkeit der Mannschaft eines Werkes mittels Fahrkunst oder auf dem Seile dürfen wir, so interessant sie an sich sind, hier füglich übergehen, da ja ohnehin zur Genüge bekannt ist, dass, wiewohl das Fortkommen eines einzelnen Mannes auf dem Seile ein wesentlich rascheres als auf der Fahrkunst ist, doch bei Beförderung ganzer Belegschaften letztere bezüglich der Geschwindigkeit entschieden den Vorrang behauptet.

S–l.

Wasserleitungshahn für Waschtische.

Mit Abbildungen auf Tafel 42.

Dieser Hahn von C. Prächtel in Berlin (* D. R. P. Kl. 85 Nr. 5717 vom 26. November 1878) soll dem doppelten Zweck dienen, das mit einer Zuleitung und einer Ableitung versehene Waschbecken je nach der Hahnstellung füllen oder entleeren zu können. Der Hahnkörper A (Fig. 5 und 6 Taf. 42) ist deshalb mit dem Hals C an die Zuleitung und mit seinem unteren Theil bei g an die Ableitung angeschraubt, während zwei seitliche Stutzen d und f zu seiner weiteren Verbindung mit dem Waschbecken dienen. Der Hals C und damit auch die Zuleitung wird durch ein unter Federdruck stehendes, mit einer Lederscheibe o gelidertes Ventil u abgesperrt, dessen Spindel mit dem halbkugeligen Kopf s an dem eingezogenen, Excenter förmigen Theil m des Hahnkegels B anliegt. Durch Drehung des Kükens kann demnach das Ventil geöffnet werden, worauf das Wasser um das Excenter m herum zum Stutzen d und weiter in das Becken fliessen kann. Die Verbindung zwischen diesem und dem Auslaufrohr wird bei einer solchen Drehung des hohlen Hahnkegels herbeigeführt, dass dessen Oeffnung n gegen den Auslaufstutzen f gerichtet ist.

Ziehvorrichtung zum Betriebe rotirender Gebläse.

Mit Abbildungen auf Tafel 41.

Durch die in Fig. 1 bis 3 Taf. 41 näher erläuterte Vorrichtung bezweckt J. H. Zimmermann in Neuwied (* D. R. P. Kl. 27 Nr. 834 vom 17. Juli 1877), das bei den Schmieden so beliebte Ziehen von Blasebälgen auch beim Betriebe von rotirenden Gebläsen anwenden zu können,