Text-Bild-Ansicht Band 236

Bild:
<< vorherige Seite

Bereitung von Beton, ausser den besprochenen, ja noch manche andere Verhältnisse zu berücksichtigen sind je nach dem Zweck, welchen der Beton erfüllen soll. So wird man z.B. für wasserdichten Beton auch einen wasserdichten – also fetten – Mörtel anwenden müssen. Man wird ferner, wie Versuche dies gezeigt haben, beim Betoniren unter Wasser, um die gleiche Festigkeit zu erzielen wie an der Luft, nickt nur einen weit stärkeren Mörtel, sondern auch eine grössere Menge desselben nehmen müssen, indessen man beim Fernhalten des Wassers während des Abbindens die gleiche Mischung wird verwenden können wie bei Betonirung an der Luft u.s.w.

C. S.

Zur Metallurgie und Docimasie des Nickels.

(Schluss des Berichtes S. 409 dieses Bandes.)

Ueber das Verhalten des schmelzenden Nickels gegen Kohlenstoff und Silicium hat W. E. Gard (1878 227 109) Versuche angestellt. – M. Jungk (1876 222 94) beobachtete die Bildung von Graphit in geschmolzenem Nickel, die von einem Kobaltgehalt begünstigt wird. – Nach Boussingault (Comptes rendus, 1878 Bd. 86 S. 509) liefert selbst längere Zeit in einem Cementationsofen erhitztes Nickel nur ein an Kohlenstoff armes Product. Bei höherer Temperatur wurde zwar ein im Kohlenstoffgehalt sehr hartem Stahl entsprechendes Product erhalten, dessen Eigenschaften aber von denen des ursprünglichen Nickels nicht wesentlich verschieden waren; namentlich zeigte es nicht die Eigenschaft der Härtbarkeit. Legirungen von Eisen mit 5, 10 und 15 Proc. Nickel zeigten keine grössere Widerstandsfähigkeit gegen das Rosten. Eine an Nickel reiche Legirung von 37 Proc. Nickel wurde jedoch unter Wasser ebenso wenig angegriffen wie das Meteoreisen von St. Catarina.

Die Darstellung grösserer Gussstücke von Nickel und Kobalt beschrieb Cl. Winkler (1876 222 175). Im Anschlüsse daran theilte J. Wharton (1877 226 551) mit, dass er schon seit d. J. 1871 30k schwere Nickelgussstücke darstellte, aber auf Verlangen auch über 100k schwere Stücke herstellen könne. – Durch Zusatz von ⅛ Proc. Magnesium ist es Fleitmann (1879 232 282) gelungen, ganz dichte Gussstücke von Nickel und Kobalt zu erhalten.

Ueber die Darstellung ductilen Nickels berichtete jüngst Cl. Winkler im „Bergmännischen Verein zu Freiberg“ (Berg- und Hüttenmännische Zeitung, 1880 S. 87): Durch Entfernung des Kohlenstoffes und Siliciums aus dem Nickel durch Umschmelzen mit Nickeloxyd oder mehrtägiges Glühen in einer Oxydumhüllung gelingt es nicht, eine befriedigende