Text-Bild-Ansicht Band 236

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1871 199 * 257) wird das Zählwerk durch den Luftstrom bethätigt, welchen der fliessende Wasserstrahl hervorruft.

Oesten's Heizmesser (1874 212 * 135) gibt die Zahl von Wärmeeinheiten an, welche die hindurchgehende Flüssigkeit enthält.

Eine Verbesserung des Siemens'schen Wassermessers für wechselnde Druckhöhe hat Prof. Werner (1874 212 257) angegeben.

Der Nicolas und Chamon'sche Apparat (1875 215 * 305) stimmt im Principe mit dem Henzel'schen Diaphragma-Wassermesser überein.

Die erste Ausführung der Rosenkranz'schen Wassermesser ist in D. p. J. 1875 216 * 295 mitgetheilt. – Eine frühere Idee desselben Erfinders (1870 196 489 Anmerkungsnote) scheint mit dem J. A. Müller'schen Apparat verwandt zu sein.

Von dem Erfinder der trockenen Gasuhr, William Richards, ist ein Diaphragma-Wassermesser (1876 220 * 502) angegeben worden.

Miscellen.

Zur Abnutzung der Dampfkessel.

Dem soeben ausgegebenen „Geschäftsbericht des Hannoverschen Vereines zur Ueberwachung der Dampfkessel für 1879“ entnehmen wir die Mittheilung von Ingenieur F. Kobus, dass von 630 Kesseln 38 Manometer falsch zeigten; 16 Feuerplatten hatten Beulen, 2 waren rissig, 9 Kessel waren am Abblasestutzen durch Rost angegriffen, 21 Kessel waren von aussen, 43 innen verrostet (vgl. 1878 230 39), 11 Feuerröhren unrund. Ausserdem fanden sich 12 undichte Nietverbindungen, 28 Nietlochrisse, 13 Blasen im Blech n. dgl. m.

Universalbesteck von Hermann Gringmuth in Dresden.

Dieses so genannte „Universalbesteck“ (* D. R. P. Kl. 33 Nr. 2520 vom 15. März 1878) bietet in einem kleinen, hübsch ausgestatteten, buchähnlichen Gehäusekästchen die hauptsächlichsten Bedarssartikel des täglichen Lebens: Essbesteck, Toilettegegenstände, Schreibzeug, Taschenapotheken-Mittel, Verbandzeug u. dgl. Das Ganze nimmt so wenig Platz ein, dass das „Universalbesteck“ in der Brusttasche eines Rockes getragen werden kann. Sämmtliche Stücke sind derart untergebracht, dass sie einzeln oder zusammen eingelegt ihren Platz behalten, dass also im Falle der Entfernung mehrerer Theile die übrig bleibenden beim Tragen nicht durch einander gerathen. Der Preis des Universalbesteckes wird sich bei Massenerzeugung auf 25 M. im Einzelverkauf stellen.

Flasche mit einschiebbarem Porzellanschild.

E. Leutloff in Sorau, Nieder-Lausitz (* D. R. P. Kl. 64 Nr. 9484 vom 8. October 1879) will Flaschen herstellen, welche an den Ecken der schmäleren Vorderfläche vom Flaschenhalse bis ⅓ der Höhe scharf eingepresste Nuthen haben. In diese Nuthen wird ein in Neusilber gefasstes Porzellanschild mit starken Klammern eingeschoben, welche das Schild an der Flasche festhalten.

Sicherheitspapier.

Nach einer Mittheilung in der Papierzeitung, 1880 S. 103 bedient sich eine Bank in Lyon zu Wechseln eines Papieres, welches in der Masse mit grünem Ultramarin gefärbt ist. Die Vorschrift des Wechsels ist lithographirt, die Zahlen mit verdünnter Säure oder Alaunlösung geschrieben, so dass die Schrift weiss auf grünem Grunde erscheint. Fälschungen scheinen hier fast völlig ausgeschlossen zu sein.