Text-Bild-Ansicht Band 236

Bild:
<< vorherige Seite

Neue Metallcomposition.

Nach B. Spence erhält man durch Zusammenschmelzen der Metallsulfide mit Schwefel eine feste, gleichartige, zähe Masse von 3,4 bis 3,7 sp. G. und etwa 1600 Schmelzpunkt. Da sie einen dichten, die Form völlig ausfüllenden Guss gibt, so kann sie nach C. Cole's Mittheilung in dem Journal of the Society of Arts zu Kunstguss verwendet werden. Da sich dieses so genannte Spence-Metall ferner beim Erkalten ausdehnt, so wird es bereits von Londoner Gesellschaften zum Dichten der Gas- und Wasserröhren verwendet. Wegen seiner Widerstandsfähigkeit gegen Säuren und Alkalien wird es auch zum Dichten von Apparaten in chemischen Laboratorien, von Flaschen, Wasserbehältern u. dgl. Verwendung finden können.

C. W. Siemen' Apparat zum Reguliren und Vertheilen elektrischer Ströme für Beleuchtungszwecke.

Diese Neuerungen (* D. R. P. Kl. 21 Nr. 8574 vom 17. Januar 1879) beziehen sich zunächst auf einen Stromregulator mit Metallband (vgl. 1879 232 * 516), welcher jeder Lampe eine constante Menge der Stromstärke zukommen lässt, unbeeinflusst von den Schwankungen der Stärke des Hauptstromes; ferner auf die Construction des Licht erzeugenden Apparates. Den negativen Pol desselben bildet eine hohle Metallkapsel, welche inwendig durch Wasser gekühlt wird, während der positive Pol aus einer Kohlenscheibe von excentrischer Form besteht. Diese ist in einem beweglichen gekrümmten und ausbalancirten Hebelarm gelagert, der es gestattet, dass die Scheibe bei Abnutzung sich dem negativen Metallpol immer wieder nähern kann. Letzterer ist an einem Arm befestigt, welcher mittels eines Metallbandes, das sich durch die wechselnde Stromstärke bald ausdehnt, bald zusammenzieht, entsprechend gesenkt oder gehoben wird. Diese Regulirung des Metallpols kann aber auch durch einen Elektromagnet bewirkt werden.

Metallisirter Kautschuk.

Derselbe wird von der „Französisch-amerikanischen Kautschuk-Compagnie“ nach dem Moniteur industriel, 1880 Bd. 7 S. 64 dadurch hergestellt, dass der Kautschuk mit pulverisirtem Blei, Zink oder Antimon gemischt und dann wie gewöhnlich vulkanisirt wird.

Behandlung von Holz und Faserstoffen, um dieselben biegsam und unentflammbar zu machen.

P. Perez de la Sala in London (D. R. P. Kl. 38 Nr. 9252 vom 16. August 1879) bestreicht mit einer Lösung von 1 Th. Aetzkali in 16 Th. Wasser oder 1 Th. Aetznatron in 24 Th. Wasser Holz, um dasselbe dadurch unentflammbar zu machen. Dünne Furnüren, in die Lösung gelegt, sollen biegsam wie Leder werden. Auch Vorhänge, Coulissen u. dgl. sollen mit diesen Lösungen unentflammbar gemacht werden.

Zur Geschichte des Steinkohlen-Bergbaues.

Im Altendorf bei Essen ist am 31. März d. J. der letzte Rest der Gebäude. ausser Betrieb gesetzten Zeche Schölerpad niedergelegt worden und damit eine der ältesten Zechen im Steinkohlenbecken der unteren Ruhr – sie wurde i. J. 1678 beliehem – vom Erdboden verschwunden. Ueberhaupt soll nach alten Urkunden im ganzen Steinkohlenbecken der Ruhr die dortige Bürgermeisterei den ältesten Bergbau aufzuweisen haben. Die Zeche Vereinigte Hagenbeck als die ältesten, erhielt i. J. 1575 eine vereinbarte Bergordnung; der Name „Hagenbeck“ kommt zuerst als Bezeichnung eines Kohlenbergwerkes das vorher bezeichnet wurde: als Gewerkschaft der Köhler auf der Gois und auf Steut, i. J. 1735 vor. Die Zeche Sälzer und Neuack wurde i. J. 1623 und die Zeche Wolfsbank i. J. 1763 beliehen. (Glückauf, 1880 Nr. 27.)