Text-Bild-Ansicht Band 237

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Walzenabstand (Minimalabstand) entweder vergrössert, oder verkleinert. Natürlich sitzt hierbei die Mutter o dicht an der Platte p an. Es wurde gesagt, dass bei diesem Vorgange die Schraube s an der Drehung verhindert sein muss; dies ist dadurch erzielt, dass in dem oberen Ende der Schraube eine Keilnuth eingehobelt ist, in welche ein mit dem Teller t (der durch einen bei i eingesteckten Stift an der Drehung gehindert ist) verbundener Keil eingreift. Löst man hingegen die Verbindung bei i und stellt durch Versetzen des Stiftes dieselbe bei n her, so ist das Teller t mit dem Mutterrade r gekuppelt, es macht dessen Drehung mit und in Folge der besprochenen Keilverbindung von t und s dreht sich nun auch die Schraube s und schraubt sich in die an der Drehung verhinderte Mutter o weiter ein oder aus derselben aus, je nach der Drehungsrichtung. Hierdurch wird die Federspannung erhöht oder vermindert, also geschieht ein Gleiches mit der Stärke des Andruckes. Natürlich bedingt die Verticalbewegung der Schraube s auch eine Bewegung des Hebels H; derselbe wird beim Niedergang der Schraube mit abwärts gehen und den Walzenabstand vermehren, welche Vergrösserung dann durch Anwendung der ersten Bewegung wieder auf das richtige Mass herabgebracht wird. Uebrigens wird eine Veränderung der Federspannung weit seltener gebraucht als die Einstellung des Minimalabstandes der Walzen nach der Beschaffenheit des Mahlgutes. Da die Höhenstellung der Schraube s in Zusammenhang mit der Spannung der Feder f steht, so kann ein oben an s angebrachter Zeiger z, welcher aus dem Schlitze einer auf t lose gesetzten Kappe hervorragt, diese Höhenstellung bezieh. Federspannung andeuten. Diese Anzeige wird allerdings nur für eine Normallage des Hebels H, z.B. Berührung der Walzen, genau sein, liesse sich aber auch von der Hebelstellung unabhängig machen, wenn die Kappe mit dem Gestelle in fester Verbindung stünde. Nach der Patentzeichnung scheint ein zweiter Zeiger unten am Gestelle fest, um, auf eine Theilung von H1 weisend, die Stellung des Hebels (den Minimalabstand der Walzen) zu markiren; doch ist hierüber in der Patentbeschreibung hinweggegangen.

Referent hatte Gelegenheit, diesen Walzenstuhl bei der Müllerei-Ausstellung in Wien im Sommer 1879 zu sehen und sich zu überzeugen, dass derselbe in seiner constructiven Ausführung zu den vorzüglichsten Walzenstühlen zu zählen ist.

(Schluss folgt.)

Siloverschluss von Alexander Schaeffer in Hamburg.

Mit Abbildungen auf Tafel 9.

Zum Verschlüsse des unteren Trichters von verticalen schachtartigen Getreidezellen, sogen. Silos, wurden bisher Schieber angewendet.