Text-Bild-Ansicht Band 238

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Guſsschale t bildet. Wird diese von kalter Luft umströmt, so ist das Ventil offen und die Luft kann demnach entweichen, sobald sie von dem in die Leitung einströmenden Dampf verdrängt wird. Gelangt dieser jedoch bis an die Entluftungsöffnung, so veranlaſst er die Bildung von Alkoholdämpfen in der Schale t, welche die Membran nach auswärts durchbiegen; das Ventil wird dann gegen seinen Sitz im Deckel d gedrückt. Etwaige Verluste an Alkohol lassen sich durch die Füllschraube e wieder ersetzen.

Ein ähnlicher Apparat, welcher sich an jedem beliebigen Heizkörper anbringen läſst, ist in Fig. 18 abgebildet. Hier ist die durch die Membran geschlossene Guſsschale durch eine hohle Metalllinse m ersetzt. Die Wirkungsweise ist der eben beschriebenen gleich.

Wasserauslaſsventil von J. Leman in Berlin.

Mit einer Abbildung auf Tafel 2.

Bei dem vorliegenden Ventil (* D. R. P. Kl. 85 Nr. 4526 vom 31. Juli 1878) wird der durch das rasche Absperren hervorgerufene Rückschlag des Wassers durch einen Windkessel aufgehoben, in welchem sich die Luft beim jedesmaligen Oeffnen des Ventil es immer wieder von selbst erneuert. Das Ventil A (Fig. 19 Taf. 2) ist durch seitliche Stangen mit einem Excenter verbunden, welches mit Hilfe des Handgriffes D gedreht wird. Beim Oeffnen des Ventiles A strömt das aus der Leitung kommende Wasser durch eine Düse in das Ventilgehäuse ein und übt in Folge dessen eine Saugwirkung aus, durch welche der Windkessel B entleert wird, dessen durch eine Feder belastetes Luftventil c sich hierbei öffnet. Der wieder losgelassene Handgriff D schlieſst von selbst das Ventil A. Der nun eintretende Wasserschlag wird durch das Luftpolster im Windkessel aufgefangen.

Walzwerk für Rillenschienen und andere Profileisen.

Mit einer Abbildung auf Tafel 2.

Das Patent der Société anonyme des Mines et Usines du Nord et de l'Est de la France in Trith St. Léger (* D. R. P. Kl. 49 Nr. 9863 vom 23. September 1879) bezieht sich auf ein Walzsystem zur Herstellung von Rillenschienen und von Profileisen überhaupt. Es besteht aus zwei Kopfwalzen und einer Verticalwalze mit entsprechender Kalibrirung; die senkrechte Walze erhält Drehung durch das durchziehende Walzgut oder durch Zahnräder.