Text-Bild-Ansicht Band 240

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schlieſst und zugleich anzeigt, in welchem Räume das Feuer ausgebrochen ist. (Vgl. Brasseur 1880 235 42.)

Patronen zum Feuerlöschen.

V. v. Schlippe in Moskau (D. R. P. Kl. 61 Nr. 12800 vom 2. September 1880) füllt in aus Pergamentpapier oder gawalztem Blei hergestellte Hülsen zunächst 4 Theile eines durch Mischen von 343 Th. schwefelsaures Aluminium und 142 Th. schwefelsaures Natrium mit 432 Th. Wasser erhaltenen Doppelsalzes, dann durch eine Querscheibe von Pergamentpapier davon getrennt 1 Th. schwefligsaures Natrium. Bei der Verwendung zerbricht man die Patrone und schüttet den gesammten Inhalt in dasjenige Wasser, welches zum Löschen benutzt werden soll. – Die Wirkung des schwefligsauren Natriums, durch Oxydation der Flamme den Sauerstoff zu entziehen, erscheint wohl unwesentlich.

Herstellung von Bildern durch Einsengen (sog. Glimmbilder).

S. Bergel in Berlin (D. R. P. Kl. 54 Nr. 12847 vom 23. Mai 1880) will in folgender Weise die Umrisse von Gegenständen in Papier durch Einsengen in dasselbe darstellen, um Silhouetten artige Bilder daraus herzustellen. Man zeichnet oder druckt mit einer Lösung aus 40 Th. Salpeter, 20 Th. Gummi arabicum und 40 Th. warmem Wasser die Umrisse eines Bildes auf Papier und läſst die Zeichnung trocknen, wobei dieselbe fast unsichtbar wird. Berührt man nun die durch einen Punkt angedeutete Stelle mit einem glühenden Hölzchen, einer brennenden Cigarre o. dgl., so versengt der sich bildende Funke in kurzer Zeit das Papier auf den verzeichneten Umrissen und es entstehen dadurch eine innere und eine äuſsere Silhouette.

Zur Herstellung von Linoleumteppichen.

F. Walton in Twickenham, England (* D. R. P. Kl. 8 Nr. 12908 vom 17. Juni 1880) will mit oxydirten Oelen überzogene Gewebe zu Teppichen, Tapeten u. dgl. auf der Rückseite mit Papier überziehen. Zu diesem Zweck stellt er zunächst einen Kitt her aus 896 Th. oxydirtem Oel, 394 Th. Harz und 107 Th. Neuseeländischem Gummi. Von diesem Gemisch werden 40 Th. mit 55 Th. Ocker, 3 Th. Mennige, 2 Th. Harz und 2 Th. Paraffin gemischt, mit Terpentin verdünnt und zwischen Papier und Gewebe gebracht, welche mittels erwärmten Walzen zusammengepreſst werden.

Herstellung von Schwimmgürteln.

Zur Füllung von Schwimmgürteln, Rettungsmatratzen, Bojen u. dgl. empfiehlt J. G. Hill in Newark, N. J. (* D. R. P. Kl. 61 Nr. 12793 vom 9. Mai 1880) Ruſs, namentlich solchen von harzigen Stoffen, da dieser besonders leicht ist und vom Wasser nicht benetzt wird.

Pneumatischer Abdampfer.

Zum Verdampfen wässeriger Flüssigkeiten empfiehlt Dr. P. Calliburcès in Konstantinopel (* D. R. P. Kl. 89 Nr. 12221 vom 12. October 1879) die wiederholte Zerstäubung derselben in einem geschlossenen Räume, unter reichlicher Zuführung von Luft mittels einer zweistiefligen, doppeltwirkenden Luftpumpe. – Das Verfahren dürfte für die meisten Fälle zu theuer werden.

Kieselsäure aus Hochofenschlacken zum Reinigen von Oelen.

Nach dem Vorschlage von O. Sander in Beuel bei Bonn (D. R. P. Kl. 23 Nr. 11951 vom 3. April 1880) werden zerkleinerte Hochofenschlacken mit Schwefelsäure oder Salzsäure zersetzt, die abgeschiedene Kieselsäure wird sorgfältig gewaschen und getrocknet.

Dunkle Mineralöle oder Paraffinöle werden zunächst in bekannter Weise mit Natronlauge und Schwefelsäure behandelt. Nachdem das schwere Oel sich von der Säure gehörig abgesetzt hat, wird es in Kesseln unter Zusatz von Kieselsäure bis zum Eintreten der hellen Färbung erhitzt. Leichteren