Text-Bild-Ansicht Band 240

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letzterer besteht aus einem aus gedrücktem Blech hergestellten Gefäſs a, in welchem das Dochtrohr b festgelöthet ist, bestehend wie gewöhnlich aus zwei in einander geschobenen Röhren, zwischen welchen der schlauchförmige oder flache Docht mittels einer der bekannten Stellvorrichtungen auf und nieder bewegt werden kann. Das vasenförmige Gehäuse a ist unten durch einen doppelwandigen Boden c abgeschlossen, dessen Zwischenraum mit Asbest, Schlackenwolle, Infusorienerde oder Asche angefüllt ist und die Wärmeübertragung auf das im Behälter A enthaltene Erdöl verhüten soll. Dem gleichen Zweck dienen die fein gelochten Siebe d und i, welche auch durch feine Drahtgewebe ersetzt werden können. Die Durchbrechungen o und x führen Luft zur Flamme und kühlen gleichzeitig die Siebe d und i ab. Die Glocke B ist oben mit einer beliebigen Anzahl Löchern v versehen, durch welche das Petroleumgas ausströmt und oberhalb derselben verbrennt.

Nachdem der Behälter A mit Erdöl gefüllt ist, wird der Docht so hoch aus dem Dochtrohr b herausgeschraubt, daſs er dicht unter den Löchern v liegt; hierauf wird derselbe durch diese angezündet und durch die innen brennende Flamme die Glocke B sammt dem oberen Theile des Dochtrohres b so erhitzt, daſs sich aus dem mit Erdöl gesättigten Docht Gase entwickeln, welche aus den Löchern v ausströmen und oberhalb derselben brennen. Hierbei erlischt der in der Haube B brennende Docht und es wird durch die fortdauernde Erhitzung der letzteren durch das brennende Gas die fernere Entwicklung der Petroleumdämpfe vermittelt Zum Ausströmen der sich etwa im Behälter A entwickelnden Dämpfe ist ein Loch l angebracht.

Ueber die Herstellung und Verwendung von Leuchtgas.

Mit Abbildungen auf Tafel 25.

(Patentklasse 26. Fortsetzung des Berichtes von S. 324 Bd. 238).

Die Generatoröfen der Münchener Gasanstalt (vgl. 1880 235 * 209) sind nach N. H. Schilling (Journal für Gasbeleuchtung, 1880 S. 180) jetzt dahin geändert, daſs statt der Zickzackförmigen Führung der Gase die geradlinige bei einer doppelt so groſsen Anzahl von Kanälen zur Anwendung kommt und die Kanäle in senkrechter Richtung abwechseln. In Fig. 1 bis 3 Taf. 25 bezeichnen 1 bis 6 die jetzigen Luftkanäle, n bis t die Rauchgaskanäle. Die kalte Luft tritt bei L in den Kanal 1 an der Vorderwand unmittelbar über der Sohle des unteren Raumes n ein, geht nach rückwärts, tritt in den Kanal 2 über, kommt in diesem wieder nach vorn, geht durch 3 zum zweiten Male nach rückwärts, tritt nach 4 über und seht wieder nach vorwärts,