Text-Bild-Ansicht Band 241

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und zieht zwei Schnüre oder dünne Riemenstücke durch dasselbe, ebenso wie beim Gebrauche die beiden Riementheile das Instrument durchlaufen würden. Die Schnüre werden oberhalb des Instrumentes an der Decke oder sonstwo befestigt und an ihren unteren Enden mit verschiedenen Gewichten belastet, und zwar diejenige Schnur, welche entsprechend dem stärker gespannten Riemen auf der Seite der Feder liegt, mit dem schwereren Gewichte. Der Zeiger der Scale S muſs dann stets, wenn gleichzeitig der andere Zeiger, durch Drehen der Schraube v und leises Klopfen am Apparate, auf die Marke m zum Einspielen gebracht ist, die Differenz der beiden Gewichte in Kilogramm anzeigen. Findet man hierin keine Uebereinstimmung mehr (was aber nur durch Abnutzungen nach jahrelangem Gebrauche entstehen kann), so muſs durch den Mechaniker Abhilfe geschaffen oder der gefundene Fehler bei späteren Messungen in Rechnung gebracht werden.

Zu aller Sicherheit wurde auch bei Siemens und Halske der vorbeschriebene Arbeitsmesser direct auf die Richtigkeit seiner wirklichen Angaben geprüft, indem er zur Bestimmung der Reibungsarbeit eines Prony'schen Zaumes, welche gleichzeitig an diesem selbst gemessen wurde, benutzt war. Es ergab sich dabei nicht nur volle Uebereinstimmung, sondern auch feinere Anzeige bei ersterem. Dieses gute Ergebniſs ist dadurch erklärlich, daſs die im Arbeitsmesser selbst zu überwindenden Widerstände gering und vor Allem so vertheilt sind, daſs sie ohne jeden merklichen Einfluſs auf die Messung bleiben, was bei den anderen Dynamometern, die so zu sagen selbst Kraft brauchende Maschinen sind, oft nicht entfernt der Fall ist.

Ein Arbeitsmesser, wie er in Fig. 3 und 4 etwa in 0,1 n. Gr. dargestellt ist, wird zu Messungen von bis zu 12e benutzt, allerdings bei der hohen Riemengeschwindigkeit von etwa 8m in der Secunde. Einer Verstärkung der Feder oder einer noch viel gröſseren Ausführung des Apparates steht aber nichts im Wege. (Aus der Elektrotechnischen Zeitschrift, 1881 S. 229.)

Döhn's Neuerungen an Stampfmaschinen zur Herstellung von Sandformen.

Mit Abbildungen auf Tafel 20.

Zur Anfertigung der Sandformen für Geschosse kann die von R. Döhn in Siegburg (* D. R. P. Kl. 31 Nr. 9724 vom 11. September 1879) erfundene, in Fig. 2 bis 7 Taf. 20 dargestellte Maschine mit Vortheil verwendet werden. Dieselbe wird sowohl für Hand-, als Maschinenbetrieb angefertigt und unterscheidet sich von den sonst verwendeten