Text-Bild-Ansicht Band 241

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durch eine mittlere Scheidewand der Länge nach in zwei Kammern getheilt, in denen die beiden rotirenden Kolben von ovalem Querschnitt einander entgegengesetzt auf der Welle aufgekeilt sind. Die Maschine kann also als Zwillingsmaschine angesehen werden, welche wegen der entgegengesetzten Lage der Kolben einen recht gleichmäſsigen Gang ergeben wird. Der Einströmraum jeder Kammer wird von dem Ausströmraum durch eine schwingende Klappe A geschieden. Bemerkenswerth ist die Anordnung eines besonderen Expansionshahnes V, der von einem auf der Triebwelle angebrachten Excenter gleichfalls eine schwingende Bewegung erhält. Durch Benutzung der Expansion wird der Dampfverbrauch, der bei allen rotirenden Maschinen unverhältniſsmäſsig groſs ist, wenigstens etwas herabgemindert. An den Stirnflächen sind die Kolben durch Ringe E und Platten f abgedichtet, welche aus Phosphorbronze hergestellt sind und durch Federn s angedrückt werden. Diese Ringe E verhindern den Dampfaustritt nach der Welle hin und ersetzen mithin auch die Stopfbüchsen.

Ueber neuere Dampfentwässerungsapparate.

Patentklasse 13. Mit Abbildungen auf Tafel 25.

Bei der zunehmenden Verbreitung von Gliederkesseln, die in der Regel sehr nassen Dampf liefern, macht sich das Bedürfniſs nach Vorrichtungen zur Trocknung des Dampfes mehr als bisher geltend. Man verwendet hierzu entweder besondere Ueberhitzer, welche gewöhnlich durch die abziehenden Feuergase geheizt werden, oder Apparate, in denen auf mechanischem Wege das Wasser ausgeschieden wird.

Wie bei dem in D. p. J. 1879 232 * 215 beschriebenen Apparate von Th. Ehlers in M.-Gladbach ist auch bei einer neueren Anordnung von demselben Constructeur (* D. R. P. Nr. 11711 vom 12. März 1880) die Centrifugalkraft zur Trennung des Dampfes von den schwereren mitgerissenen Wassertheilchen benutzt. In ein horizontales Rohrstück (Fig. 3 Taf. 25) sind die Theile l, m und n eingeschaltet, welche den bei a eintretenden Dampf zwingen, unter starken Richtungsänderungen im Sinne der gefiederten Pfeile zu strömen. Das Wasser wird hierbei in der Richtung der kleinen ungefiederten Pfeile ausgeschleudert und durch die unten angebrachten Stutzen c und e entweder direct in den Kessel, oder in einen Condensationstopf abgeführt. An n ist zur besseren Ableitung des Wassers eine Rippe d angegossen.

In ähnlicher Weise wirkt auch der Apparat von R. R. Werner in Darmstadt (* D. R. P. Nr. 11369 vom 24. März 1880). Die Vorrichtung