Text-Bild-Ansicht Band 242

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Herstellung kupferplattirter Eisenbleche.

Die Württembergische Metallwaarenfabrik in Geiſslingen (D. R. P. Kl. 7 Nr. 15494 vom 19. März 1881) will die vorher gereinigten Metallplatten auf einander legen, gemeinsam auf die betreffende Temperatur erwärmen und mittels Walzen oder Hämmer ohne Anwendung eines Schweiſsmittels vereinigen.

Zur Ausdehnung des Guſseisens.

Entgegen der Ansicht, daſs sich geschmolzenes Guſseisen, bevor es aus dem flüssigen in den festen Zustand übergeht, nach erfolgtem Gusse in der Form ausdehnt und erst beim Erstarren zusammenzieht, schlieſst Ch. Markham (Zeitschrift des berg- und hüttenmännischen Vereines für Steiermark, 1881 S. 305) aus seinen Versuchen, daſs eine derartige Ausdehnung des geschmolzenen Eisens nicht stattfindet. Die Ursache des Aufsteigens eingetauchter Eisenstücke im geschmolzenen Roheisen ist nur in der sich bildenden Kruste zu suchen, welche das Volumen des Stückes hinlänglich vergröſsert, um das Schwimmen zu bewirken.

Zur Bestimmung des Eisens mit Kaliumpermanganat.

Setzt man nach Cl. Zimmermann (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1881 S. 779) zu einer Eisenchlorürlösung Mangansulfat oder Manganchlorid und titrirt mit übermangansaurem Kalium, so macht sich nicht der geringste Geruch nach Chlor bemerkbar und das Resultat wird völlig genau; 20cc Mangansulfatlösung (1 : 5) sind hierzu hinreichend, selbst bei Gegenwart von 50cc Chlorwasserstoffsäure (vom sp. G. 1,12). Verf. empfiehlt diese Titration mit Permanganat namentlich zur Untersuchung von Eisenerzen. (Vgl. S. 373 d. Bd.)

Volumetrische Bestimmung von Chrom und Mangan neben Eisenoxyd und Thonerde.

Läſst man nach E. Donath (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1881 S. 982) in eine mit Natriumcarbonat und etwas Natronlauge stark alkalisch gemachte und fast zum Kochen erhitzte Permanganatlösung eine neutrale Chromoxydlösung einflieſsen, so wird das entsprechende Chromoxyd sofort in Chromsäure übergeführt, während sich Mangansuperoxyd ausscheidet: Mn2O7 + Cr2 = 2CrO3 + 2MnO2. Die Zersetzung ist beendet, wenn die über dem sich rasch und gut absetzenden, braunen Niederschlage stehende Flüssigkeit die rein gelbe Farbe alkalischer Chromatlösungen zeigt. Hat man durch einen Vorversuch das ungefähre Wirkungsverhältniſs der alkalischen Chamäleonlösung gegen die zu prüfende Chromlösung ermittelt, so kann man bei den weiteren Titrirungen das Ende derselben mit ganz befriedigender Schärfe erkennen, so daſs auf diese Weise die volumetrische Bestimmung des Chroms ohne vorherige Abscheidung von Eisenoxyd und Thonerde möglich ist.

Läſst man in eine heiſse, mit Natriumcarbonat stark alkalisch gemachte Permanganatlösung die neutrale Lösung eines Mangansalzes einflieſsen, so bildet sich sofort ein Niederschlag, welcher sowohl das Mangan des Permanganates, als das des Mangansalzes enthält und sich wahrscheinlich nach der Gleichung bildet: 3MnO + Mn2O7 = 5MnO2. Hierbei ist der Proceſs als beendet anzusehen, wenn die über dem sich ebenfalls gut absetzenden Niederschlage von Mangansuperoxyd stehende Flüssigkeit vollständig entfärbt ist.

Selbst beträchtliche Mengen von Eisenoxyd und Thonerde verhindern die Erkennung des Endes der Titrirung nicht, weil sie, wie auch bei der Bestimmung des Chroms, gefällt werden.

Zur Trennung des Silbers von Blei.

Nach E. Donath (Monatshefte für Chemie, 1880 S. 789) versetzt man die Lösung beider Metalle mit 4cc reinem Glycerin, dann mit überschüssigem