Text-Bild-Ansicht Band 244

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Uran schon beim Erwärmen auf 150 bis 170°. Die specifische Wärme des Urans beträgt 0,0276, so daſs auch hierdurch das Atomgewicht 240 bestätigt wird.

Anbauversuche mit verschiedenen Kartoffelsorten.

Die fortgesetzten Versuche von F. Heine (Zeitschrift für Spiritusindustrie, 1882 S. 100) ergeben, daſs die drei Sorten: Eos, Alkohol und Aurora als an Ertrag reiche Brennkartoffeln von stets hohem Stärkegehalt besonders zu empfehlen sind (vgl. 1881 241 321).

Mittel gegen die Reblaus.

A. Boyreau in La Rochelle, Frankreich (D. R. P. Kl. 45 Nr. 17886 vom 29. October 1881) empfiehlt, dem Erdboden der Weinberge folgendes Gemisch zuzusetzen:

Phosphorsaures Natrium 15 Th.
Phosphorsaures Ammonium 5
Chlorammonium 20
Schwefelsaures Kalium 15
Kohlensaures Natrium 25
Schwefel 30
Schwefelsaures Eisen 890
–––––––
1000 Th.

Zur Herstellung von Seife und Glycerin.

Um bei der Herstellung billiger Seifen gleiche Theile Fett und Harz mit Natronlauge von 30° B. verseifen zu können, versetzt Ch. S. Higgins in Brooklyn (D. R. P. Kl. 23 Nr. 17770 vom 20. Juli 1881) den noch heiſsen Seifenleim mit 2 Proc. krystallisirter Stearinsäure oder 3 Proc. Stearin. Die Seife soll dadurch hart und trocken werden.

B. Jaffe und Darmstädter in Charlottenburg (D. R. P. Kl. 23 Nr. 17469 vom 5. April 1881) schlagen vor, die Seife mit schwefelsauren Alkalien auszusalzen, die erhaltenen Unterlaugen mit Schwefelsäure zu neutralisiren und die Sulfate zur Gewinnung des Glycerins durch Eindampfen auszuscheiden.

Gewinnung von Olivenöl.

V. Raynaud in Flayosc, Frankreich (Oesterreichisches Patent Kl. 23 vom 29. December 1880) preſst die Olivenfrucht mittels hydraulischer Presse aus Und trennt das mit dem Safte abflieſsende Oel. Die Rückstände werden passend zerkleinert, doch so, daſs die Fruchtsteine unversehrt bleiben und getrennt werden, dann in einer hydraulischen Presse einem starken Druck Unterworfen, so daſs angeblich alles Oel abflieſst, die Preſskuchen aber ein Wahrhaftes Futter geben. Die getrennten Samenkerne befreit man von ihrer Schale und gewinnt daraus ein Oel, welches leichtflüssiger als das gewöhnliche Olivenöl ist und an dessen Geschmack erinnert.

Zur Maſsanalyse.

O. Knublauch empfiehlt in der Zeitschrift für analytische Chemie, 1882 S. 165 zur Herstellung von Normalsäure 10g reines, bei 100° getrocknetes schwefelsaures Ammonium auf 500cc zu lösen, je 50cc dieser Flüssigkeit mit Kalilauge zu destilliren und das übergehende Ammoniak in die richtig zu stellende Normalschwefelsäure zu leiten.

A. Schulze (Daselbst S. 167) bestimmte die Ausdehnung der wichtigsten Titrirflüssigkeiten durch die Wärme. Nachfolgende Tabelle (S. 336) enthält die Correction für 1cc Flüssigkeit in 0cc,001, welche mit der abgelesenen Anzahl Cubikcentimeter multiplicirt werden muſs: