Text-Bild-Ansicht Band 247

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Die gewellte Form der Rohrwände bietet gegenüber den glatten Rohren mancherlei Vortheile. Die Oberfläche ist vergröſsert, die Wanddicke kann für die gleiche Widerstandsfähigkeit geringer genommen werden, die verschiedene Ausdehnung der einzelnen Theile des Condensators beeinträchtigt die Dichtung nicht, der durchströmende Dampf wie das Kühlwasser wird zu fortwährenden Mischungsbewegungen veranlaſst u.s.w. Die Reinigung wird vielleicht etwas umständlicher als bei glatten Rohren sein.

(Schluſs folgt.)

J. A. Ewins und H. Newman's Gaskraftmaschine.

Mit Abbildungen auf Tafel 2.

Die Haupteigenthümlichkeit der in Fig. 1 bis 4 Taf. 2 nach dem Engineer, 1882 Bd. 54 S. 272 dargestellten Gaskraftmaschine liegt in der Zündvorrichtung. Die Maschine ist einfach wirkend. Der Kolben saugt zu Anfang jedes Hubes, durch das Ventil h1 (Fig. 4) Luft und durch h2 Gas zunächst in die Kammer h und durch die Ventilklappe h3 in die Mischkammer g (Fig. 1), aus welcher das Gemisch in den Cylinder übertritt. Auf der abgeschliffenen Stirnfläche von g ruht eine mit radialen Oeffnungen versehene Scheibe j (Fig. 2), welche durch ein Schaltwerk im geeigneten Augenblicke einen Vorschub erhält, so daſs einer der Schlitze an der in der Stirnwand von g befindlichen Oeffnung j1 vorübergeht. Eine an dieser Stelle vor der Scheibe j angeordnete Zündflamme l (Fig. 3) bewirkt dabei die Entzündung des Gemisches. Das Auslaſsventil, welches zwischen g und der Kammer i (Fig. 1) angeordnet ist, wird während des ganzen Kolbenrückganges offen gehalten. Um das Auslöschen der Zündflamme zu verhüten, ist zwischen ihr und der Scheibe j ein nicht gezeichnetes Schutzblech angebracht, dessen Oberkante etwas über der Brennermündung liegt, so daſs nur die obere Spitze der flamme in die Kammer g hineingezogen wird. Auf der neben dem Zylinder liegenden Steuerwelle, welche gleiche Umdrehungszahl mit der Kurbelwelle hat, befindet sich auſser der Kurbel l1 für das Schaltwerk und der Excenterscheibe l2 für das Auslaſsventil noch ein Excenter l3 zum Betrieb einer Pumpe, welche einen beständigen Wasserkreislauf zwischen dem Cylindermantel und dem als Kühlgefäſs dienenden Sockel d der Maschine unterhält. In dem Gaszuströmungsrohr ist ein Regulirhahn angebracht. An dem Lufteinströmungsstutzen befindet sich unten eine Siebplatte, um Unreinigkeiten zurückzuhalten.

Die Maschine wird von T. B. Barker in Bloomsbury bei Birmingham für Leistungen von ⅛ bis 1e gebaut. Die Kosten für den Gasverbrauch sollen hierbei 4,25 bis 12,75 Pf. (½ bis 1½ Penny) in der Stunde betragen.