Text-Bild-Ansicht Band 247

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1880 1881
Polarisation Stammer's
Werthzahl
Polarisation Stammer's
Werthzahl
Bei Kammkulturen 11,43 9,5 12,07 9,8
Bei Flachkulturen 11,06 9,1 11,56 9,1

Bei 63 innerhalb 3 Jahren ausgeführten Versuchen ergab sich demnach gleichmäſsig, daſs die Kammkultur süſsere Rüben und werthvollere Ernten lieferte. (Nach den Mittheilungen des landwirthschaftlichen Institutes der Universität Königsberg, 1882 S. 208.)

Verfahren zur Herstellung von Berliner Weiſsbier.

F. W. Reichenkron in Charlottenburg (D. R. P. Kl. 6 Nr. 19558 vom 11. September 1881) will die im Vacuum condensirte Weiſsbierwürze in wenig heiſsem Wasser lösen, mit der passenden Menge kalten Wassers mischen und mit Weiſsbierhefe versetzen. Dem Product setzt man eine kleine Menge in kochendem Wasser gelöster Würze zu, die mit einem Drittel der aus der ersten Operation gewonnenen frischen Hefe in Gährung versetzt ist.

Ueber Eigelb.

Frisches Hühnereigelb hatte nach P. Carles im Durchschnitt folgende Zusammensetzung:

Wasser 52,45
Oel, löslich in Aether 31,50
Sonstige organische Stoffe 14,39
Salze 1,66
––––––
100,00.

Bei dem in Weingeschäften und Albuminfabriken in Fässern gesammelten, für Weißgerbereien bestimmten Eigelb kommt es nicht darauf an, ob dasselbe frisch oder bereits in Fäulniſs begriffen ist, wohl aber auf seine Gleichartigkeit und seinen Fettgehalt. Zur Bestimmung des letzteren wird eine Probe bei 100° eingetrocknet und mit Aether ausgezogen. Zur Conservirung etwa zugesetzte Salze (Chlornatrium, Alaun, schwefligsaures Natrium u. dgl.) lassen sich leicht in wässerigem Auszuge nachweisen. (Nach dem Journal de Pharmacie et de Chimie, 1882 Bd. 6 S. 26.)

Ueber die Entstehung der Diamanten.

A. B. Griffiths (Chemical News, 1882 Bd. 46 S. 105) meint, die natürlichen Diamanten seien durch Einwirkung von überhitztem Wasserdampf auf die organischen Reste in den sedimentären Schichten entstanden.

Kältemischung.

Zur Erzeugung niedriger Temperaturen empfiehlt J. Moritz (Chemikerzeitung, 1882 S. 1374) Schnee mit Spiritus zu mischen. Bei Anwendung gleicher Theile Schnee und gewöhnlichem Brennspiritus wurde eine Temperaturerniedrigung auf – 20° beobachtet.

Verfahren zur Herstellung dauerhafter Ledersohlen.

Um Ledersohlen möglichst dauerhaft zu machen, werden sie nach Heller und Atzler in Potschappel (D. R. P. Kl. 22 Nr. 20130 vom 11. December 1881) mit einer Mischung von 50 Th. Leinölfirniſs, 10 Th. Wasserglas und 40 Th. Naxosschmirgel bestrichen.

Zur Herstellung von Blutdünger.

P. Marguerite-Delacharlonny empfiehlt in den Comptes rendus, 1882 Bd. 95 S. 841 zur Herstellung von Blutdünger das saure Eisensulfat Fe2O3.4SO3. Dasselbe wird als Lösung von 45° B. verwendet, indem man 45cc derselben zu 1l Blut setzt und nach einiger Zeit die ausgeschiedene Flüssigkeit abpreſst.