Text-Bild-Ansicht Band 247

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die Klinken p stoſsen, also die Stange g verschieben und dadurch den Schluſs des Einströmkanales herbeiführen, verändert. Die Enden der Klinken p sind an Armen u aufgehängt, so daſs ihre Stirnflächen bei der Bewegung der Tasche m unveränderliche Kreisbögen beschreiben und die Auslösung daher stets bei derselben Stellung der Stange g, also auch der Schieber stattfindet. So ist durch eine (allerdings nicht ganz einfache) Vorrichtung erreicht, daſs von der gleichmäſsig hin- und hergehenden Stange l aus die Schieber früher oder später eine stets gleich groſse Verschiebung erhalten, welche zwangläufig den Schluſs des Einströmkanales bewirkt.

Damit die von der Abdruckstange g bei der Schluſsbewegung auf die Schieber auszuübende Kraft möglichst gering ausfalle, sind die Schieber, wie schon oben erwähnt, mit nach auſsen tretenden Kolben verbunden. Der Durchmesser derselben soll so groſs gewählt werden, daſs der auf ihren Querschnitt treffende Dampfdruck gleich der Schieberreibung wird. Es ist dann bei der Bewegung derselben nach auſsen nur die Stopfbüchsenreibung zu überwinden. Bei der Bewegung nach innen muſs selbstverständlich eine um den Kolbendruck vergröſserte, also nahezu verdoppelte Kraft aufgewendet werden; doch ist dies ohne erheblichen Nachtheil.

Der Hauptvorwurf, welchen man auch dieser neuesten Starke'schen Anordnung (vgl. 1881 241 * 332) machen kann, ist der, daſs die äuſsere Steuerung zu umständlich ist.

Whg.

Ueber Neuerungen an Regulatoren.

(Schluſs des Berichtes S. 229 d. Bd.)

Patentklasse 60. Mit Abbildungen auf Tafel 18 und 24.

Die doppelt wirkenden Uebertrager vereinigen direkte und indirekte Wirkung eines Regulators in solcher Weise, daſs eine Differenzwirkung entsteht, welche die Normalgeschwindigkeit des Motors nach stattgehabter Aenderung sofort wieder herstellt.

Steph. Quast in Aachen hat bei seinem patentirten Uebertrager (vgl. 1880 235 * 96) das Reibrädergetriebe durch Kegelräder ersetzt, um gröſsere Widerstände überwinden zu können (vgl. * D. R. P. Nr. 12903 vom 21. Mai 1880). Weiter läſst der Patentinhaber die indirekte Wirkung absatzweise und der Dauer nach proportional dem Ausschlage des Tachometers eintreten. Wie aus Fig. 11 und 12 Taf. 24 zu entnehmen, wird der Muff s durch die Zugstange n des Regulators aus der gezeichneten Mittelstellung nach t oder u hin verschoben und dadurch das an der entgegengesetzt liegenden Mutterhülse angehängte Stellzeug direkt bewegt. Die indirekte Uebertragung geschieht durch Einkupplung des mit der Achse g fest verbundenen Querstückes m in die Mitnehmer l des Rades i