Text-Bild-Ansicht Band 247

Bild:
<< vorherige Seite

Punkte A eines Hebels befestigt, welcher zugleich die Befestigungsstelle für das angehängte Bremsgewicht bildet; das andere Ende ist in geringer Entfernung angeknüpft, während ein dritter Punkt (Tangentialpunkt) des Bandes mit dem Hebel bei B durch eine Feder und einen Flaschenzug in Verbindung gesetzt ist. Das freie Ende des Flaschenzugseiles kann entweder in die Hand genommen, oder zunächst über eine feste Rolle in solcher Richtung geführt werden, daſs die Verlängerung des Seilendes durch die Achse des Bremsrades lauft. Durch die selbstthätige Regulirungsvorrichtung erreicht man den Vortheil, daſs das Spiel des Bandes nebst Gewicht ohne Veränderung des Belastungsmomentes ruhig und, auf einen sehr kleinen Schwingungsbogen beschränkt, geschehen kann.

Textabbildung Bd. 247, S. 201

Wird nämlich bei zu groſser Reibung das Bremsgewicht über die mittlere Lage gehoben, so erfährt die nach dem Fundament (oder Gewicht) führende Schnur eine Spannung, welche der Feder entgegen wirkt, und es erfolgt bei der groſsen Hebelübersetzung eine entsprechende Verminderung der Spannung des Bremsbandes. Die Spannung der nach dem Fundament führenden Schnur entzieht sich allerdings der Berechnung; doch hat sie sich nach Versuchen als nur einige Tausendstel gegenüber dem Bremsgewicht ergeben, so daſs sie ganz vernachlässigt werden kann. Zur Sicherheit ist das Bremsband an seinem untersten Punkte mittels zweier Bänder oder Ketten am Fundament o. dgl. befestigt. Es wird hierdurch das freie Spiel des Bandes zwar auf einen verhältniſsmäſsig kleinen Bogen eingeschränkt, ohne jedoch durch Gewicht oder Spannung dieser Stränge den Gleichgewichtszustand innerhalb dieses Bogens zu beeinflussen.

Schg.

Bewegliches Wellblechdach für offene Güterwagen.

Mit Abbildung auf Tafel 16.

Das von Edw. Thomas in Oswestry (England) angegebene Wellblechdach soll zum Ersatz der bis jetzt bei offenen Güterwagen gebräuchlichen getheerten Plachen dienen. Das aus dünnem gewellten Stahlblech bestehende Dach ist der Länge nach durch angenietete ⊤-Eisen verstärkt und wird in der Quere durch zwei an den Enden angebrachte gebogene Winkeleisen versteift. Mit letzteren in Verbindung steht beiderseits ein eiserner Rahmen, dessen zwei Zapfen a und b in die kreisförmigen Schlitze einer am Wagengestell befestigten Führung eingreifen. Soll der Wagen