Text-Bild-Ansicht Band 248

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zweiarmiger cd aufgekeilt, deren ersterer sich sowohl nach oben, als nach unten in einen in dem Leitbaume angebrachten Schlitz vollständig einlegen läſst, so daſs in dieser unteren Lage die Führung des Förderkorbes ungehindert über ihn hinwegzugehen vermag. An dem langen Arme d, dessen Gewicht durch den kürzeren Arm c nahezu ausgeglichen wird, hängt mittels der über feste Rollen g bis i laufenden Kette, welche ein zu möglichstem Ausgleich der Last dienendes Gegengewicht k in sich eingeschaltet hat, die Schachtthür l.

Wird nun von einer Sohle gefördert, auf welcher die Wurmbach'sche Vorrichtung angebracht ist, so wird der durch die auf dem Füllort aufstehende Schachtthür horizontal gehaltene Hebel b, mit welchem der Hebel cd parallel steht, von dem von oben herabkommenden Fördergerüste gefaſst und niedergedrückt; gleichzeitig hebt sich d und zieht mittels der Kette die Schachtthür aufwärts, welche dann so lange in gehobener Stellung verbleibt, als das Gestell den Hebel b in den Streichbaumeinschnitt gedrückt erhält, also, so lange es in der betreffenden Sohle steht. Wird nunmehr die Schale wieder angehoben, so wird der Hebel b frei und das Uebergewicht der Thür l läſst diese wieder herabfallen, gleichzeitig natürlich die Hebel in die horizontale Lage zurückgehen. In denjenigen Sohlen, aus denen Förderung nicht stattfindet, braucht man nur die Kette aus dem Hebel d auszuhängen, wodurch dieser in Folge seines gegen c etwas gröſseren Gewichtes niedersinkt und dadurch auch b in den Streichbaum einlegt, so daſs also das Gerüst ungehindert vorübergehen kann.

S–l.

Dichtung für Taschen-Remontoiruhren.

Mit Abbildungen auf Tafel 8.

Durch die fortwährende Bewegung der Uhren in der Tasche wird ein Faserstaub erzeugt, welcher die feinsten Fugen des Uhrgehäuses durchdringt, sich in das Räderwerk setzt und dadurch Störungen im Gange desselben hervorruft. Es ist deshalb jede Uhr nach einer gewissen Zeit des Tragens einer Reinigung bedürftig. Um dieses Eindringen von Staub oder selbst Wasser zu hindern, ist von H. Jördening in Apenrade, Schleswig (*D. R. P. Kl. 83 Nr. 21235 vom 9. September 1882) die in Fig. 1 und 2 Taf. 8 skizzirte Dichtung und zwar für die jetzt so beliebten, aber wegen des nach auſsen gelegten Aufzieh- und Stellwerkes besonders dem Verstauben ausgesetzten Taschen-Remontoiruhren getroffen werden. Der Gehäuserand b ist zu diesem Zwecke mit Gewinde und die Deckel sind mit Muttergewinde versehen, so daſs beim Aufschrauben der letzteren der eingelegte Gummiring a fest gegen die umgebenden Fugen gepreſst wird. Der Remontoirmechanismus und zwar