Text-Bild-Ansicht Band 248

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zweier Schriftzeichen verschiebt. Gröſsere Verschiebungen des Papieres, wie solche nach jedem Worte nöthig werden, müssen durch ein- oder mehrmaliges Niederdrücken der Taste 6 allein herbeigeführt werden.

Ist eine ganze Zeile geschrieben, so erfaſst man den Walzenrahmen am Haken H und zieht denselben in seine äuſserste Lage nach links zurück. Die nach entsprechender Richtung federnde Sperrnase n bildet kein Hinderniſs gegen diese Bewegung. Durch Drehen der Walze wird das Papier um die Zeilenentfernung verschoben; die Zahntheilung des auf der Papierwalze befestigten Stellrades y entspricht dieser Entfernung.

H–s.

Neuerungen an Uhren.

Patentklasse 83. Mit Abbildungen auf Tafel 16.

Bei dem von Wilh. Köllmer in Wien (* D. R. P. Nr. 21 575 vom 5. Juli 1882) construirten Uhrwerke wird die zum Betriebe des Gehwerkes dienende Gewichts- oder Federkraft gleichzeitig zum Ingangsetzen des Schlagwerkes benutzt und zwar bedarf man hierzu eines mit 4 Zähnen versehenen Sternrades a (Fig. 17 Taf. 16), welches auf die Welle des Viertelrades aufzustecken ist. Dann werden die Sternzähne jede Viertelstunde ein Heben des Hebels b an dessen Arm c bewirken. Die Schwere des zurückfallenden Hebels b wird zum Bewegen des Rades l mittels Sperrklinke d dienbar gemacht und regulirt hierbei der Windfang e die Geschwindigkeit in diesem Zurückfallen und somit die Aufeinanderfolge der Schläge selbst. Es werden nämlich je nach der Anzahl der Schläge die beiden Rechen f und g so weit an den die Hämmer bewegenden Winkelhebeln hinbewegt, als es die Stellung der Staffel h – auf welch letzterer der Hebel b mit seinem Arme i gleitet – zuläſst. Durch Verstellen des auf dem Druckarme k befindlichen Gewichtes läſst sich die Tonstärke des Schlages ändern.

Es ist ersichtlich, daſs mit der Ersparung eines besonderen Feder- oder Gewichtszugwerkes für die Schlagvorrichtung eine wesentliche Verminderung in den Kosten des ganzen Werkes herbeigeführt wird. Der einfache Mechanismus läſst sich leicht bei bestehenden Uhrwerken einfügen.

Den gleichen Zweck der Verminderung in den Kosten verfolgt der von Ad. Marqués und J. Montcenis in Paris (D. R. P. Nr. 21422 vom 17. Mai 1882) vorgeschlagene Antriebsmechanismus für Uhren. An Stelle der gebräuchlichen, im Federhause untergebrachten, bandförmigen Spiralfeder wird eine ebenfalls nach einer Spirale gewundene Feder benutzt, welche jedoch in Bezug auf Dicke sowie Breite von der Federhauswandung nach der Federhauswelle zu abnimmt, dabei aber von im entgegengesetzten Verhältnisse ungleich bemessenen Federblättern unterstützt wird; letztere sind in entgegengesetzter Richtung aufgewunden, so daſs