Text-Bild-Ansicht Band 250

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daſs der Strahlquerschnitt innerhalb dieser Grenzen ohne wesentliche Verminderung der Austrittsgeschwindigkeit verändert werden kann. Eine auf dem Cylinder d angebrachte Skala gibt die jeder Stellung desselben entsprechende Strahldicke an.

Die cylindrische Verlängerung der äuſseren Strahlhülse dient nur zum Schütze der inneren bei deren vorgeschobener Stellung. Neu ist bei diesem Mundstücke die Anordnung einer inneren Strahlhülse, welche verursacht, daſs bei jeder Stellung der beiden Strahlhülsen zu einander ein innerer Kernstrahl gebildet wird, wodurch es allein möglich ist, den äuſseren Ringstrahl zu einem vollen Strahle zu machen.

J. J. Kirkaldy's Condensator zur Herstellung von Trinkwasser aus Seewasser.

Mit Abbildungen auf Tafel 20.

Ein recht einfach herzustellender, so genannter „Compactum“-Condensator mit verhältniſsmäſsig groſser Kühlfläche ist nach dem Iron, 1883 Bd. 22 S. 24 in Fig. 24 und 25 Taf. 20 abgebildet. Derselbe ist von J. J. Kirkaldy in London construirt und hauptsächlich zur Herstellung von Trinkwasser aus Seewasser bestimmt. Vier Cylinder, oben und unten durch eine gemeinschaftliche Kammer verbunden, enthalten je zwei in einander steckende, schraubenförmig gewundene Röhren, welche oben sämmtlich an den im Deckel befestigten Dampf-Eintrittstutzen A angeschraubt sind. Unten münden je zwei in einem Cylinder steckende Röhren in einen im Boden befestigten Stutzen B, durch welchen das in den Röhren niedergeschlagene Wasser in den Sockel einflieſst. In diesem ist ein Filter aus Holzkohle angebracht, durch welches das Wasser hindurchtreten muſs, um schlieſslich vom tiefsten Räume durch ein centrales Rohr, an welches sich ein seitlich austretendes Rohr E anschlieſst, abzuflieſsen. Das Kühlwasser tritt durch den Stutzen C in die untere Kammer, steigt in den Cylindern auf und gelangt oben bei D zum Abflüsse.

Bei einem Versuche mit einem solchen Apparate von geringer Gröſse wurden in 6 Minuten 45k Dampf von fast 3at Ueberdruck (Temperatur = 142°) niedergeschlagen. Das Kühlwasser trat mit einer Temperatur von 17° ein und wurde auf 33° erwärmt. Um festzustellen, welchen Druck die Röhren auszuhalten im Stande sind, hat man sie einer Wasserdruckprobe bis zum Bruche unterworfen, welcher erst bei einer Pressung von durchschnittlich 50at eintrat. Für geringe Leistungen werden statt der 4 Cylinder nur zwei oder auch nur ein einziger angewendet.