Text-Bild-Ansicht Band 250

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eine Gesammtlänge von 13491km (7276,9 Seemeilen), während die Länge der in ihnen enthaltenen Leitungsdrähte 17309km (9336,3 Seemeilen) beträgt; auſserdem besitzen 23 Privatgesellschaften 185 Kabel von 152401km (82204,4 Seemeilen) Gesammtlänge bei 160776km (86721,5 Seemeilen) Drahtlänge. Unter den Staaten besitzt Frankreich die ausgedehntesten Kabel, nämlich 41 Kabel von 4318km (2329,3 Seemeilen) Länge und mit 4348km (2345,3 Seemeilen) Draht, unter den Gesellschaften aber die Eastern Telegraph Company, nämlich 49 Kabel von 31174km (16814,9 Seemeilen) Länge und mit 31257km (16859,9 Seemeilen) Draht. Ein geographisch richtiges Bild lieſse sich nur durch Vereinigung der Staats- und der Gesellschaftskabel gewinnen.

Dem gegenüber waren nach der von demselben Bureau herausgegebenen Statistique générale de la télégraphie am Ende des J. 1881 in folgenden 10 Ländern im Ganzen 7520km,9 unterirdische Kabel vorhanden, welche eine Gesammtdrahtlänge von 69232km,6 besaſsen. Die Kabel vertheilen sich folgendermaſsen auf die einzelnen Länder:

Länge
der Kabel der Leitungsdrähte
Deutschland 5499,97km 37604,87km
Oesterreich-Ungarn 29,52 511,03
Belgien 11 232
Dänemark 3 79
Frankreich (einschlieſslich der überseeischen
Besitzungen)

850,97

11880,49
Groſsbritannien und Irland 771,19 17700,34
Niederland 95,80 591,50
Rumänien 11,38 56,12
Ruſsland 202,50 250,10
Schweiz 45,60 327,10
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Summe 7520,93km 69232,55km.

Zur Verarbeitung basischer Schlacken.

Nach C. Pieper in Berlin (D. R. P. Kl. 16 Nr. 24130 vom 30. November 1882) werden die fein gepulverten Schlacken bei oxydirender Flamme geröstet, dann mit stark verdünnter Salzsäure behandelt, so daſs nur die Erdphosphate und die an Erden gebundene Kieselsäure in Lösung gehen. Aus der erhaltenen Lösung wird dann die Phosphorsäure allein oder gemeinschaftlich mit der Kieselsäure durch Kalkmilch ausgefällt. Die ungelöst bleibenden Eisen- und Manganoxyde gehen wieder in den Hüttenbetrieb zurück.

Verfahren zur Herstellung fester, poröser Steinmassen.

Nach A. Frank in Charlottenburg (D. R. P. Kl. 80 Nr. 23350 vom 26. September 1882) wird Kieselsäure mit Blut, Leim, Zucker, Theer u. dgl. und auſserdem mit einer Verbindung der Alkalien, alkalischen Erden und Magnesia gemischt und gebrannt. Diese Verbindungen verhalten sich dann wie freie Alkalien, indem ihre Säure durch die Kieselsäure ausgetrieben wird und die so entstandenen Silicate die Masse verkitten. Als solche Verbindungen werden die Haloidsalze, die Fluoride, die Carbonate, Nitrate, Borate, Sulfate, Phosphate und basischen Silicate benutzt.

Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure.

Die gewöhnliche Schwefelsäure des Handels enthält bekanntlich 93 bis 96 Proc. sogen. Monohydrat, H2SO4. Ausnahmsweise wird durch weitere Verdampfung in Glas- oder Platingefäſsen hieraus stärkere Saure von 97 oder höchstens 98 Proc. dargestellt; noch stärkere Säure läſst sich auf diesem Wege nicht gewinnen, da das Monohydrat selbst schon bei mäſsiger Erwärmung sich theilweise dissociirt und Säure von 98 bis 98,5 Proc. zurückläſst.

Die Chemische Fabrik Griesheim in Frankfurt a. M. (D. R. P. Kl. 12 Nr. 24402 vom 11. Januar 1883) hat nun gefunden, daſs man durch Abkühlung von 98procentiger Säure sehr leicht auf fabrikmäſsigem Wege bei wenig unter 0°