Text-Bild-Ansicht Band 250

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an den Enden der unteren Seiten von a zwei Federn angebracht, welche zur Aufnahme eines Kartonstreifens dienen, der auf das Papier sich auflegt.

Das Anschlagstück b (Fig. 24 in der oberen Ansicht gezeichnet), welches, wie erwähnt, aus mehreren unbeweglichen Anschlagflügeln i besteht, ruht auf dem Tische und hat seine Anlage am Anschlagwinkel h, mit welchem es auf beliebige Schnittbreite gestellt werden kann. Beim Nieder pressen und Beschneiden des Papieres versenken sich die unbeweglichen Anschlagflügel i in die erwähnten Einschnitte des oberen Preſsstückes und der vordere, mit Karton unterlegte Theil hält das Papier k fest.

D. A. Chertemps und L. Dandeu's dynamo-elektrische Maschine.

Mit Abbildung auf Tafel 36.

Bei der in England patentirten Maschine von D. A. Chertemps und L. Dandeu in Paris werden wie bei der Gordon'schen Maschine (vgl. 1883 247 * 286. 1883 249 94) die Elektromagnete in Umdrehung versetzt, während die Armatur in Ruhe bleibt. Eine der Drahtspulen der Armatur dient zur Erregung der Elektromagnete und spielt eine ähnliche Rolle wie ein unabhängiger Erreger; aber sie ist nicht vermögend, die Elektromagnete zu sättigen. Wenn nun der Widerstand im Stromkreise der Lampen zunimmt, so wächst zu Folge der Anordnung des Erregers zugleich die erregende Kraft der unabhängigen Spule, wodurch wiederum der Strom im äuſseren Kreise verstärkt wird. Dies tritt, wie ersichtlich, nur ein, weil die Elektromagnete nicht von vorn herein gesättigt werden; wäre dies der Fall, so würde eine solche Wirkung nicht zu erzielen sein. Auf dieser Eigenschaft beruht ein Hauptvorzug der Maschine, daſs sie die Stromstärke je nach der Gröſse der zu leistenden Arbeit selbst regulirt und zwar ohne jegliche Selbstüberwachung und ohne irgend welche Aenderung in der Umlaufsgeschwindigkeit.

Im Uebrigen zeichnet sich die in Fig. 19 Taf. 36 nach dem Engineer 1882 Bd. 54 S. 446 skizzirte Maschine durch Einfachheit im Baue aus. In der Mitte der Grundplatte B ist ein hölzerner Rahmen R aufgestellt, welcher die Armatur M, M1 umschlieſst; letztere besteht aus 6 hohlen Eisencylindern, deren Drahtumwickelungen mit ihren Enden nach der Deckfläche des Rahmens R an Metallschirmen mit Klemmschrauben führen, welche somit leicht eine Parallel- oder auch eine Hintereinanderschaltung der Magnetrollen und ebenso eine Bildung getrennter Stromkreise gestatten. Beim Uebergange von der einen zur anderen Schaltungsweise ist es nicht nöthig, die Maschine anzuhalten. Von den Klemmschrauben aus gehen Drähte theils nach den Lampen, theils nach einem Paar Metallbürsten, welche in der Abbildung bei G angedeutet sind. Die Elektromagnetkerne