Text-Bild-Ansicht Band 251

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auf Null zurückgestellt und die Leitungsverbindung im Umschalter wieder gelöst.

Wollen zwei Fernsprechstellen in Nebenleitungen mit einander sprechen, z.B. 1 mit 3, so läſst das Hauptvermittelungsamt den Contactarm des Senders bis auf den Contact ⅓ laufen, wodurch der Contactarm des Umschaltapparates im Nebenvermittelungsamte auch bis zu dem Contacte ⅓ sich bewegt; in dieser Stellung berührt aber der letztgenannte Arm gleichzeitig zwei Contacte, von denen der eine mit der Nebenleitung 1, der andere mit der Nebenleitung 3 in Verbindung steht. Zugleich schaltet aber das Hauptvermittelungsamt die Verbindungsleitung im Umschalter auf einen Wecker von 2000 Einheiten Widerstand, damit die Telephonströme nicht zu sehr durch Abzweigung geschwächt werden und doch die Möglichkeit bleibt, die Beendigung des Gespräches dem Hauptvermittelungsamte in der Verbindungsleitung kund zu geben.

Apparat zum Anzeigen, Messen und Reguliren von Druckänderungen.

Mit Abbildungen auf Tafel 17.

In der Weise wie bei den bekannten Aneroid-Manometern wird von L. C. Wolff in Roſswein (* D. R. P. Kl. 42 Nr. 25095 vom 11. Juli 1883) bei dessen Apparat zum Messen der Druckänderungen von Dämpfen und Gasen von einer Membran oder einem Wellbleche als Uebertragungsmittel Gebrauch gemacht; dasselbe pflanzt in Folge seiner leichten Beweglichkeit den Druck wie das betreffende Mittel (Gas, Dampf) fort, indem es zugleich eine dichte Abschluſswand bildet. An Stelle der direkten Uebertragung der Wellblech-Ausbiegung auf das Zeigerwerk kommt jedoch hier noch eine über diesem Bleche in der Kammer K2 (Fig. 13 Taf. 17) stehende Flüssigkeit und ein in derselben befindlicher Schwimmer zur Anwendung. Der letztere wirkt auf einen Doppelhebel G, welcher an seinem anderen Ende einen in der Flüssigkeit einer zweiten Kammer K1 befindlichen Schwimmer hält. Beide Kammern können in und auſser Verbindung durch einen Hahn H gesetzt werden, welcher so gestaltet ist, daſs man durch bestimmte Einstellung desselben den Durchgangskanal verengen und erweitern kann. Der Hahn besitzt aus diesem Grunde auf ¾ seines Umfanges einen immer breiter und tiefer werdenden Ausschnitt T (Fig. 14), von dessen tiefster Stelle eine Bohrung L nach der Achse des Hahnes und von hier conachsial aus demselben hinaus nach einem Hohlräume R führt. Zwischen diesem Räume und der Kammer K1 stellt eine zweite Bohrung C, zwischen dem Hahnkegel und der Kammer K2 aber, ein enger Schlitz S von einer Breite gleich der von T (achsial gemessen) die Verbindung her. Hieraus ist ersichtlich, daſs bei zunehmendem Dampfdrucke von der sich mit dem Wellbleche