Text-Bild-Ansicht Band 251

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Bei einfacheren Maschinentheilen, als Riemenscheiben, Schmirgelrädern u. dgl., ist dagegen auch nach dieser Richtung hin, wenigstens bis zu einem gewissen Grade, ein Ausbalanciren möglich, indem man das Rad, nur im Schwerpunkte unterstützt, schnell rotiren läſst. Bei der Ausführung dieser Arbeit kann mit Vortheil ein in Fig. 2 abgebildeter Apparat, ebenfalls amerikanischen Ursprunges, benutzt werden, welcher nach dem Engineer, 1883 Bd. 56 S. 138 neuerdings durch G. Richards und Comp. in England eingeführt wird.

Die Riemenscheibe A o. dgl. wird hier von einem Dorne B in möglichster Nähe des Schwerpunktes unterstützt und mittels der Planscheibe C und des Reibungsrades D in allmählich zunehmende Drehung versetzt. Sind nun die Massen ungleich vertheilt, so wird sich die Riemenscheibe im Allgemeinen schräg stellen, was durch Anstreichen derselben mit vorsichtig genäherter Kreide zu erkennen ist. Durch entsprechendes Bearbeiten kann man es dann wenigstens dahin bringen, daſs die Componente der Centrifugalkraft durch den Schwerpunkt geht und natürlich normal zur Achse gerichtet ist. Hiermit ist schon viel gewonnen, zugleich aber auch das Mögliche erreicht, da eine völlige Ausgleichung der Centrifugalkräfte praktisch unausführbar ist.

Ueber Neuerungen an Badeeinrichtungen.

Patentklasse 85. Mit Abbildungen auf Tafel 22.

Bequeme Badeeinrichtungen müssen heute die Wohnungen der gröſseren Städte besitzen, um überhaupt vermiethbar zu sein. Unter den neueren Patenten auf Badeeinrichtungen heben wir folgende hervor.

Auf sogen. Ventilausrüstungen für Badewannen beziehen sich 2 Vorschläge; sie haben den Zweck, die Wasserleitung mit der Wanne., der Brause, mit oder ohne Benutzung des Badeofens (d.h. Vorwärmung des Wassers), auf möglichst einfache und bequeme Weise zu verbinden. Gewöhnlich dienen dazu 3 Hähne. Börner und Comp. in Berlin (* D. R. P. Nr. 22537 vom 1. November 1882) ordnen dieselben in der aus Fig. 1 bis 3 Taf. 22 ersichtlichen Weise an: Das horizontale Rohrstück a besitzt 6 Zweigstutzen und 3 Ventile. Von den ersteren stehen b und f mit der Wasserleitung, c und e mit dem Badeofen, d mit der Brause in Verbindung, während g den über der Wanne befindlichen Auslauf bedeutet. Der Stutzen b kann von a mittels eines einfachen Niederschraubventiles h abgeschlossen werden; dasselbe findet bei e und f statt, da die Scheidewand i eine Verbindung von e und f mit dem linken Theile von a ausschlieſst. Mittels des Kolbenventiles k kann in tiefster Stellung der Auslaſs g geschlossen und die Verbindung von b und c mit d (der Brause) hergestellt werden. In höchster Stellung schlieſst das Ventil k die Brause d ab, öffnet dagegen den Auslaſs g. Bei offenem Ventile h und