Text-Bild-Ansicht Band 253

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anstauen, so daſs stets ein groſser Theil unbearbeiteten Stoffes dort stehen würde; der Stoffgang n dürfte sich auch leicht versacken.

Keferstein will mit dieser Holländerform auch ununterbrochen Ganzstoff mahlen und bricht zu diesem Zwecke die Messer der Walze am unteren Theile bei z etwas ab, so daſs der Ganzstoff dort nur gebürstet wird. Durch eine Verengung des Stoffraumes um die Walze soll dann keine Vermischung des Stoffes in der Lothrechten eintreten und folglich der fertige Ganzstoff immer unten abgelassen werden können.

Schlieſslich sei noch eine von Max Friedrich in Plagwitz-Leipzig (* D. R. P. Nr. 23107 vom 2. August 1882) angegebene Einrichtung einer dem Holländer ähnlichen Maschine erwähnt, um für die Papierfabrikation verwendbare Fasern aus Torf zu gewinnen. Statt der Messerwalze läuft in dem glatten, kein Grundwerk besitzenden Kröpfe eine Walze T (Textfigur 4) von wellenförmiger Umfangsfläche. Der vorher auf besonderen Maschinen (vgl. Nehlmeyer 1883 250 * 451) zerkleinerte Torf wird in den Trog gefüllt und durch die Walze T werden die Fasern von anklebendem Schmutze gereinigt. Es werden dann in die in dem Troge kreisende Fasermasse Rechen R von verschieden dichter Zinkenstellung eingehängt, an denen sich entsprechend die verschieden langen Fasern absetzen, welche dann mit den Rechen herausgenommen werden.

Fig. 4., Bd. 253, S. 28
Fig. 5., Bd. 253, S. 28

Diese Sortirung der Fasern nach verschiedener Länge wird auch erreicht durch Einsetzen von verschiedenen Sieben S (Textfigur 5) in dem Kröpfe unter der Walze T. Beim gröbsten Siebe gehen mit dem Wasser auch die feineren Fasern durch den Kanal K fort und es bleiben in dem Troge nur die gröbsten Fasern rein gewaschen zurück; diese können auch zum Verspinnen benutzt werden. Bei Wiederholung dieses Verfahrens mit immer feineren Sieben S erhält man nach einander die verschiedenen Fasersorten, welche mit Hadernstoff und anderen Stoffmaterialien vermischt zur Weiterbearbeitung in einen gewöhnlichen Holländer gebracht werden.

G. Rohn.

F. Kohlrausch's Federgalvanometer für technische Zwecke.

Mit Abbildungen auf Tafel 4.

Nachstehend ist das von Prof. F. Kohlrausch in Würzburg angegebene und in der Werkstätte von E. Hartmann und Comp. in Würzburg ausgeführte