Text-Bild-Ansicht Band 253

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Eisen Schlacke

Probe
Kohlen-
stoff

Mangan
Kiesel-
säure

Thonerde
Mangan-
oxydul
Eisen-
oxydul
I 0,13 0,20 50,13 1,86 17,99 29,55
II 0,22 0,36 45,75 3,03 13,67 36,46
III 0,13 0,17 47,26 2,06 9,58 40,11
IV 0,10 Spur 50,05 4,11 7,81 35,66

Bei der Entstehung der letzten Schlacke war es offenbar die zur Erzeugung des an Kohlenstoff sehr armen Eisens erforderliche hohe Temperatur, welche die Aufnahme einer verhältniſsmäſsig reichlichen Menge Kieselsäure auch durch die an Mangan wenig reiche Schlacke ermöglichte.

(Schluſs folgt.)

[Kleinere Mittheilungen.]

Elektricitätserregung durch Treibriemen.

H. Bähr, Beleuchtungsinspector am Hoftheater in Dresden, macht im Civilingenieur, 1884 S. 67 auf eine Erscheinung bei schnell gehenden Riemen aufmerksam, welche vielleicht schon Ursache von Selbstentzündung des Mehlstaubes in Mühlen gewesen ist.

Wie man sich leicht überzeugen kann, werden beim Reiben des Riemens an der Scheibe nicht unbedeutende Elektricitätsmengen erzeugt und dieselben von den Metalltheilchen aufgenommen. Stehen die Metalltheile, wie gewöhnlich, in leitender Verbindung, so wird die Elektricität unschädlich abgeleitet. Bei Mahlsteinen, welche aus Stücken zusammengesetzt und durch Eisenreifen zusammengehalten sind, fehlt zwischen den Reifen gewöhnlich jede leitende Verbindung; es kann sich dann nach dem Vorgange der Leidener Flaschen in dem einen Ringe positive, in dem anderen negative Elektricität ansammeln und bei genügender Spannung tritt die Neutralisation beider in Form eines Funkens ein, wobei der feine Mehlstaub leicht entzündet wird. Man soll daher bei Mühlsteinen, wie auch bei anderen Anlagen darauf achten, daſs in der Nähe der Treibriemen alle Metalltheile in leitender Verbindung sind, sowie auch vermeiden, daſs leicht entzündbare Stoffe in der Nähe des Riemens aufgestellt werden.

De Kabath's elektrische Zündvorrichtung für Gasmaschinen.

N. de Kabath in Paris hat nach Engineering, 1884 Bd. 37 * S. 516 ein englisches Patent Nr. 5042 vom 23. Oktober 1883 auf eine elektrische Zündvorrichtung für Gasmaschinen erhalten, welche durch die Inductionswirkung eines permanenten Hufeisenmagnetes (oder eines solchen Elektromagnetes) bethätigt wird. Ueber die Schenkel des Hufeisens sind zwei Spulen gesteckt, deren Bewickelungsdrähte mit zwei in den Explosionsraum hineinragenden, in geringem Abstande sich gegenüber stehenden Metallspitzen verbunden sind. Wird nun eine durch einen Daumen nach oben gedrückte lothrechte Stange von dem Daumen frei gelassen, so wird dieselbe durch eine Blattfeder nach unten geschnellt und reiſst dabei den Anker von den Polen des Hufeisens ab. Dies erzeugt in den Spulen einen Magnetinductionsstrom, welcher zwischen den beiden Spitzen einen Funken überspringen läſst und dadurch den Gasstrom entzündet.

Jablochkoff's galvanisches Natrium-Element.

Zur Herstellung von galvanischen Elementen von hoher elektromotorischer Kraft hat Jablochkoff nach den Annales industrielles, 1884 Bd. 1 S. 548 seine Zuflucht zum Natrium als negativer Elektrode genommen. Er verwendet dasselbe in Form von sehr kleinen Platten mit Elektroden aus gepreſster Kohle, wie letztere in vielen anderen Elementen benutzt werden. Das Element kann in einer Metallkapsel untergebracht und mit grob zerstoſsener Kohle umgeben werden. Die elektromotorische Kraft ist unter der Wirkung der Feuchtigkeit der Luft 4 Volt; bei Anwendung gewisser Metalloidlösungen kann dieselbe auf