Text-Bild-Ansicht Band 253

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der Unterseite mit Filzplatten o. dgl. bekleidet, welche durch die Schmiergefäſse d bezieh. d1 stets mit Oel angefeuchtet erhalten werden. Hat nun der Kreuzkopf seinen Hub nach links nahezu vollendet, so wird in Folge der schnellen Abnahme der Geschwindigkeit das Gewicht b vermöge seiner Trägheit nach links hinüberkippen und dabei mittels der Zahnbogen a und c bezieh. a und c1 die Platte e von dem Führungslineale abheben, dagegen e1 auf letzteres auflegen, so daſs bei dem Rückgange des Kreuzkopfes unmittelbar vor demselben die Führung frisch geölt wird. Gegen Ende des Hubes nach rechts legen sich die betreffenden Theile unter dem Einflusse des Gewichtes b wieder in die in der Figur dargestellte Lage zurück, so daſs auch bei der Bewegung des Kreuzkopfes nach links das Oel durch die Platte e unmittelbar vor demselben auf die Führung aufgetragen wird.

Weniger vollkommen ist die andere Ausführung Fig. 13, welche bei einem Kreuzkopfe mit 4 Linealen angebracht ist. Hier ist an der Auſsenseite des Gleitkopfes ein Schmiergefäſs pendelnd aufgehängt, von dem aus das Oel durch zwei hohle Arme zu den Wischern o gelangt, welche je nach der Bewegung des Kreuzkopfes an einem oder dem anderen Lineale anliegen.

Neuerungen an Wasserleitungsventilen.

(Patentklasse 85. Fortsetzung des Berichtes Bd. 248 S. 435 und Bd. 252 S. 448.)

Mit Abbildungen auf Tafel 18.

Chr. Bungarten in Bonn a. Rh. (* D. R. P. Nr. 24048 vom 8. März 1883) hat ein einfaches Absperrventill mit selbstthätiger Entleerung angegeben; dasselbe besitzt ein mit einer Lederscheibe abgedichtetes Scheibenventil a (Fig. 1 Taf. 18), welches mittels seiner Spindel c in einer entsprechenden Bohrung des Gehäuses geführt und durch den Wasserdruck unter Beihilfe einer Schraubenfeder auf seinen Sitz gepreſst wird. Das Oeffnen erfolgt durch Niederschrauben der oberen Spindel b; durch letztere führt ein Kanal e nach auſsen, welcher von der Lederscheibe des Ventiles a bedeckt wird, wenn dieses durch b aufgestoſsen wird. Schraubt man dagegen die Spindel b in die Höhe, so wird die Bohrung e frei, sobald das Ventil a sich auf seinen Sitz auflegt und der Durchfluſs des Wassers abgesperrt ist. Es kann dann das im abführenden Strange der Leitung befindliche Wasser durch e abflieſsen. Diese Entleerung kann auch durch eine in der Ventilspindel c angeordnete Bohrung bewerkstelligt werden; dieselbe wird dann ebenfalls geschlossen gehalten, wenn b fest auf dem Ventile a aufsitzt und letzteres öffnet, jedoch frei gelegt, wenn die Spindel b gehoben wird.

Um eine Stopfbüchse an der Ventilspindel unnöthig zu machen, wendet W. Wolf in Heidelberg (* D. R. P. Nr. 25 704 vom 24. Juli 1883)