Text-Bild-Ansicht Band 253

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her und hindert die Ausdünstungen an dem Austritte auf die Straſse, ohne den Einlauf des Wassers zu stören.

So weit zeigt dieser Kanaleinlauf noch die Unzuträglichkeit, daſs die Reinhaltung der Schale A von in derselben angesammelten Schmutz- oder Schneemassen, Eisklumpen u. dgl. sehr erschwert ist. Um diesem Miſsstande abzuhelfen, ordnet nach den Annales industrielles, 1884 Bd. 1 S. 795 A. Bouillant in Paris die bewegliche Platte D an, welche, wenn das Gossenwasser viel derartige Stoffe mit sich führt, in die punktirt eingezeichnete Lage D1 aufgeklappt wird, so daſs dann der Wasserverschluſs zeitweilig ausgeschaltet ist und das Schmutzwasser unmittelbar in den Einfallschacht herabstürzt. Auſserdem dient ein guſseiserner Schachtdeckel G, welcher in den auf dem Fuſssteige liegenden Rahmen eingelassen ist, ebenso wie der Pfropfen H zur leichteren Reinigung der Schale A.

Dieser Kanaleinlaſs wird in zwei Gröſsen mit 0m,575 und 0m,790 Weite der Einlaſsöffnung um den Preis von 80 bezieh. 120 M. angefertigt. Die Construction ist gefällig und einfach; ob sich dieselbe in einem kalten Klima bewähren wird, wäre aber erst durch die Erfahrung festzustellen.

Verstellbarer Drehambos zum Schweiſsen von Blechröhren.

Mit Abbildungen auf Tafel 18.

Zum Schweiſsen von Längs- und Rundnäthen rohrförmiger Blechkörper benutzt die Actiengesellschaft für Bergbau, Eisen- und Stahl-Industrie „Union“ in Dortmund (* D. R. P. Kl. 49 Nr. 26413 vom 11. September 1883) die in Fig. 15 bis 17 Taf. 18 dargestellte Vorrichtung.

Das zu einem Rohrschusse dienende Blech wird so gebogen, daſs die zu schweiſsenden zugeschärften Kanten sich decken. In den so gebildeten Rohrstutzen wird dann eine abgedrehte und mit einer halbcylindrischen Nuth versehene Achse W eingeführt, auf welcher sich 2 Sternnaben S verschieben lassen, dabei aber durch in die Nuthen eingreifende Vorsprünge an der Drehung gegen die Achse verhindert werden. In diese Sternnaben sind in entsprechende Büchsen je 4 Speichen drehbar eingesetzt, auf deren äuſsere Enden die Spannbacken B aufgeschraubt sind. Durch entsprechende Verdrehung der Speichen werden die Spannbacken daher aus- oder einwärts bewegt und läſst sich so die Achse W im Rohrschusse feststellen. Auſserhalb des Rohrschusses ruht die Achse in zwei Lagern L, welche ihrerseits durch schmiedeiserne Hängestangen von dem Doppelhebel B1 getragen werden; dieser hängt an einem Krahne, so daſs mit der Achse W und dem durch die Sternnaben auf derselben befestigten Rohrschusse alle erforderlichen Bewegungen über einem Rundfeuer ausgeführt werden können.