Text-Bild-Ansicht Band 253

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Zwischen den beiden Sternnaben trägt die Achse W frei drehbar einen Ring R, in welchem zwei die Ambosse A haltende Arme H festgekeilt sind. Ein Gewicht G sucht den Ring mit den Armen stets wagerecht zu stellen (vgl. Fig. 15); auſserdem ist an dem Ringe R eine starke Nase n angegossen. Dicht neben diesem ersten Ringe befindet sich noch ein zweiter Ring R1 auf der Achse, welcher durch eine in die Nuth derselben eingreifende Nase gezwungen wird, jede Drehung der letzteren mitzumachen. Am Umfange des Ringes R1 ist eine Knagge k angegossen und wird die Achse W so in das Rohr eingeführt, daſs, wenn die Schweiſsstelle sich über dem Feuer, also an tiefster Stelle des Rohres befindet, die Knagge k wagerecht gerichtet ist. Des weiteren wird die Achse W nicht genau centrisch in das Rohr eingesetzt, sondern so, daſs sie der Schweiſsnaht etwa 20mm näher sich befindet als der gegenüber liegenden Seite des Rohres. Hat nun die Schweiſsstelle genügende Hitze erhalten und wird der ganze Rohrschuſs mit Hilfe des Sternes o gedreht, um dieselbe nach oben zu bringen, so nimmt, sobald sich die Schweiſsstelle über dem Ambosse A befindet, die Knagge k, indem dieselbe gegen die Nase n stöſst, den Ring R und somit auch den Ambos mit in die höchste Stellung, so daſs dann das Schweiſsen unmittelbar erfolgen kann. Auch kann sich der Ambos bei dieser Arbeit durch die Hammerschläge nicht verdrehen, da jede Drehung nach der einen Seite durch die Knagge k, nach der anderen Seite durch das Gewicht G verhindert wird. Ist das Schweiſsen vollendet, so wird das Rohr denselben Weg zurückgedreht, der Ambos A geht durch das Gewicht G mit zurück, bis sein Arm wagerecht steht, in welcher Lage derselbe auch bei weiterer Rückdrehung des Rohrschusses verbleibt. Die Schweiſsstelle kann daher ohne weiteres ins Feuer gebracht werden, ohne daſs der Ambos mit erwärmt wird; letzterer legt sich vielmehr, wie beschrieben, erst dann unter die Schweiſsstelle, wenn letztere zur Bearbeitung nach oben gebracht wird.

Wezel und Naumann's Gummihaut-Verkleinerungsapparat.

Mit Abbildungen auf Tafel 18.

Der Verkleinerungsapparat von Wezel und Naumann in Reudnitz-Leipzig (* D. R. P. Kl. 42 Nr. 24186 vom 18. Februar 1883) ist ein Gummihaut-Pantograph (vgl. Seitz 1880 238 * 213. Pieper 1882 246 * 366) mit kreisrunder Platte und radial gestellten Spannschrauben. Diese sind zwischen den zwei Rändern eines Ringes R (Fig. 9, 11 und 12 Taf. 18) derart geführt, daſs sie sich wohl verschieben, nicht aber auch drehen können, während die auf die Spannschrauben aufgeschraubten Büchsen h durch die Ränder des Ringes R am Verschieben gehindert sind. Mittels eines gezahnten Ringes z, in welchen die an den Mutterbüchsen h angebrachten