Text-Bild-Ansicht Band 253

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verhüten soll, und die Construction des Gleitlagers für den Kurbelzapfen in der Kurbelschleife.“ Diese Vorrichtungen weichen aber nur unwesentlich von bekannten ab und werden deshalb hier übergangen.

Für Pumpenventile schlägt J. Kroog in Halle a. d. Saale (* D. R. P. Nr. 26470 vom 17. Juli 1883) folgende gut durchdachte Einrichtung vor. Das Gehäuse a (Fig. 13 und 14 Taf. 20) des Pumpenventiles wird durch den Deckel c mittels des Bügels e verschlossen. In dem Gehäuse a liegt der Ventilsitz m, auf welchem die durch den Korb n nur an ihrem Umfange geführte und durch denselben im Hube begrenzte Ventilplatte o ruht. Damit diese Ventilplatte sich in der Führung des Korbes nie festklemmen kann, sind ihre Kanten genügend abgerundet. Die Befestigung des Sitzes m und des Korbes n wird mit Hilfe des Steges r durch die Druckschraube s bewirkt. Letztere hat einen Quergriff u, welchen man nach erfolgtem Anziehen der Druckschraube parallel zum Deckel c stellt, so daſs bei geschlossenem Ventildeckel eine Lockerung der inneren Ventiltheile, z.B. durch Loszittern, unmöglich ist, da der Griff der Druckschraube durch den Deckel an einer Drehung verhindert wird. Zur Parallelstellung des Griffes u nach erfolgtem Anziehen reicht die natürliche Elasticität des Steges r aus. Der Ventilsitz m sowohl, als auch die Ventilplatte o sind beide in Bezug auf eine durch ihren Schwerpunkt gelegte Horizontalebene symmetrisch, so daſs beide je zwei Sitzflächen haben.

In Folge dieser Eigenthümlichkeit kann ein solches Ventil, falls die in Benutzung befindlichen Sitzflächen der Ventilplatte und des Ventilsitzes beschädigt werden, durch einfaches Umdrehen dieser Theile sofort wieder betriebsfähig gemacht werden.

J. Stalder in Oberburg, Schweiz (* D. R. P. Nr. 26477 vom 24. August 1883) gibt den Saugventilen bei Jauchepumpen die in Fig. 15 Taf. 20 dargestellte Einrichtung. Der durch die Ventilöffnung hindurchgreifende Arm soll durch seine Bewegungen die Verstopfung der Oeffnung verhindern. Von diesem Gesichtspunkte aus muſs das Ventil für Jauchepumpen als zweckmäſsig erachtet werden, wenn auch die bei demselben stattfindende Querschnittsverengung der Ventilöffnung sonst entschieden zu verwerfen ist.

L. Heinrici's Kleinmotor.

Mit Abbildungen auf Tafel 20.

Die in Fig. 4 und 5 Taf. 20 abgebildete kleine Dampfmaschinenanlage von L. Heinrici in Zwickau (* D. R. P. Kl. 14 Nr. 27 264 vom 25. Oktober 1883) ist für den Betrieb von Nähmaschinen und ähnlichen Arbeitsmaschinen bestimmt und besteht aus einem Dampfkessel B, einer Erdöl- oder Gaslampe C, welche zugleich zur Heizung des Kessels und