Text-Bild-Ansicht Band 253

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1883) hat den Zweck, bei möglichst einfacher Anordnung in kleinem Räume eine groſse direkte Berührungsfläche zwischen Dampf und Kühlwasser zu erzielen. In das vom Dampfe durchströmte Gefäſs ist eine groſse Anzahl Röhren, geriffelte Stäbe oder gewellte Bleche so eingehängt, daſs ihre oberen Enden in eine Wasserkammer hineinreichen und in dem Boden dieser Kammer an dem Umfange der Stäbe u.s.w. kleine Oeffnungen für den Durchtritt des Wassers bleiben. Die Röhren sind unten offen und der ganzen Länge nach mit Löchern versehen, durch welche das Wasser auch in das Innere derselben Zutritt hat, so daſs es an der Auſsen- wie an der Innenwand niederrieselt. Die Riffelungen der Stäbe können schraubenförmig verlaufen, um das Niederflieſsen des Wassers möglichst zu verzögern. Gehalten werden die Stäbe oder Bleche mittels quer durchgesteckter Stifte.

H. Mohr's Centrifugal-Bandbremse für Winden u. dgl.

Mit Abbildungen auf Tafel 20.

Um bei Krahnen, Winden, Aufzügen und sonstigen Hebevorrichtungen ein zu schnelles Sinken der Last und die damit für die Arbeiter verbundene Gefahr zu vermeiden, ordnet Herm. Mohr in Mannheim (* D. R. P. Kl. 35 Nr. 23 506 vom 11. Juli 1882) eine Bandbremse an, welche bei zu rascher Drehung der Windetrommel durch die Centrifugalkraft passend angebrachter Schwungmassen angezogen wird. Auſserdem ist selbstverstandlich noch eine weitere Bremsung von Hand möglich.

Zu letzterem Zwecke ist, wie aus Fig. 6 und 7 Taf. 20 hervorgeht, auf die Achse b der Windetrommel eine Bremsscheibe a festgekeilt; über dieselbe ist das Band c gelegt, welches durch den Handhebel d mehr oder weniger fest angezogen werden kann. Ein anderes Bremsband e ist um die am Gestelle verschraubte Bremsscheibe p gelegt und mit dem einen in eine Angel auslaufenden Ende mittels zweier Muttern in einem mit der Bremsscheibe a verbundenen Lappen festgeschraubt. Mittels dieser Muttern erfolgt auch die Berichtigung der Länge des Bandes. Ferner sind in der Scheibe a zwei Zapfen i und h befestigt, um welche sich die beiden Schwunggewichte g und f drehen. Diese sind durch den um die Achse b schwingenden Hebel n und die beiden Lenker m und l so gekuppelt, daſs dieselben stets um gleichviel von der Achse sich entfernen, oder sich derselben nähern. Mit dem einen Gewichte f ist der kurze Hebelarm k fest verbunden, an welchen das freie Ende des Bremsbandes e angehängt ist. Vermöge der Centrifugalkraft werden nun bei jeder Drehung der Windetrommel bezieh. der Scheibe a die Schwunggewichte f und g sich nach auſsen bewegen und zwar mit um so gröſserer Kraft, je mehr die Geschwindigkeit wächst; im gleichen Maſse wird aber auch das Bremsband e angezogen. Es