Text-Bild-Ansicht Band 253

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so zu verwenden, wie er von dem Kalander mit Schwefelblume gemengt kommt. Jedenfalls müssen, um gut zu verarbeitendes Material für die Maschine zu erhalten, die 5 bis 10mm dicken Blätter noch in beliebig lange Streifen von ungefähr 5cm Breite zerschnitten werden.

Vor dem Anlassen heizt man das Gehäuse auf 100 bis 110° und legt das Unterstützungsrohr T ein. Man überzieht dasselbe, um ein Anhaften des Rohres nach dem Vulkanisiren zu vermeiden, mit einem dünnen Breie aus Wasserglas und Talkpulver. Dieses Rohr wird durch Böcke in der Höhe der Mittelachse der Maschine gehalten und leitet dann entweder ein Arbeiter den Vorschub von hinten, oder man läſst es selbstthätig durch die Transmission mittels Riemenkegel u.s.w. vorwärts schieben. Ein zweiter Arbeiter bringt die zurecht geschnittenen Gummischnitzel in die Speiseöffnungen O, wo sie von den sich drehenden Schraubenpaaren eingezogen, geknetet und als durchgearbeitete Masse nach innen gepreſst werden. Das entstehende Rohr schlieſst sich hierbei um den Unterstützungskern, welcher bei seinem Austritte aus der Maschine wieder durch einen kleinen, langsam sich vorwärts bewegenden Wagen aufgenommen wird.

Um Schläuche hervorzubringen, welche in ihrer Wandung mit mehreren Leinwandlagen versehen sind, stellt man zuerst ein Rohr her, welches dem inneren Durchmesser entspricht, umgibt es mit gummirter Leinwand und führt dieses Rohr in das Innere des Kernes T ein, um es mit einer zweiten Schicht Kautschuk zu umgeben, und fährt derart fort, bis die gewünschte Dicke und Anzahl der Einlagen erhalten ist.

Sollen statt Schläuche einfache Schnüre erzeugt werden, so genügt es, einen vollen Pfropfen p (Textfig. 13) einzusetzen und damit den inneren Durchmesser auf Null herabzuziehen. Auch Ringe bis zu 120mm äuſserem Durchmesser, Pfropfen mit oder ohne Durchbohrung werden in der Weise hergestellt, daſs man Schläuche oder Schnüre von dem betreffenden Querschnitte verfertigt und diese dann vor oder nach dem Vulkanisiren in Stücke von der gewünschten Höhe zerschneidet.

Von den Maschinen arbeiten nach Angabe unserer Quelle bereits mehrere zur Zufriedenheit der betreffenden Fabrikanten in Deutschland, Frankreich, Belgien und England.

Schutzvorrichtung für Füge- und Abrichtmaschinen.

Mit Abbildung auf Tafel 20.

Die von G. Schrader in Ehrenfeld (*D. R. P. Kl. 38 Nr. 27692 vom 4. December 1883) angegebene Schutzvorrichtung für Holzfüge- und Abrichtmaschinen besteht aus einem Schieber e (Fig. 9 Taf. 20), welcher um den Zapfen d auf dem Tische drehbar und dessen vorderer Rand nach einer solchen Curve geformt ist, daſs das durchgeschobene Holz