Text-Bild-Ansicht Band 253

Bild:
<< vorherige Seite

wird, durch das Gesperre r, k beliebig geregelt werden kann. Der Daumen D selbst wird durch eine Gegenfeder f an die Curve N gedrückt. Durch Schlitzschrauben s läſst sich die ganze Vorrichtung an der Platte A befestigen, nachdem mittels der Schraubenspindel S die gehörige Einstellung auf den Durchmesser der zu schärfenden Säge stattgefunden hat. Der Antrieb erfolgt durch Riemenscheiben o. dgl. auf der Achse der Curvenscheibe M.

Ueber Neuerungen in der Gieſserei.

Mit Abbildungen auf Tafel 26.

(Patentklasse 31. Fortsetzung des Berichtes Bd. 250 S. 149 u. Bd. 252 S. 454.)

Um die Leistungsfähigkeit einer Gieſserei zu erhöhen, schlägt Gust. Hertzog in Paris (* D. R. P. Nr. 26417 vom 21. Januar 1883) die in Fig. 1 und 2 Taf. 26 skizzirte Anordnung des Gieſshauses vor. Auf einer Langseite des Gieſshauses steht die Formmaschine B, deren Preſskolben durch Wasserdruck bewegt wird. Ueber dem Preſskolben befinden sich 2 Schienengeleise A, A1, welche in einer gewissen Entfernung über einander an allen Wänden des Gieſshauses entlang laufen und die zur Beförderung der Ober- und Unterkasten bestimmten Wagen S tragen. Unter den Geleisen A, A1 liegt auf der gegenüber liegenden Langseite des Gieſshauses ein Geleise H, auf welchem die Formkasten auf einander gestellt und vollgegossen werden. Die Schienengeleise A, A1 haben eine so groſse Spurweite, daſs die Formkasten durch sie hindurch auf im Geleise H stehende Wagen gesenkt werden können. Ueber dem Geleise H ist ein Laufkrahn F angeordnet, welcher das Aufeinandersetzen der Formkasten und das Herunterlassen derselben auf das Geleise H vermittelt. Unter letzterem liegt in der linken Ecke des Raumes der Schacht G, welcher den in denselben gestürzten gebrauchten Formsand aufnimmt. Von hier aus befördert die Schnecke G1 den Sand zur Kollermühle K, in welcher derselbe gemahlen wird, um dann von Neuem angefeuchtet und gesiebt in die Aufbewahrungskasten L gebracht zu werden. Letzteren gegenüber auf der anderen Schmalseite des Gieſshauses liegt der Trockenofen E, durch welchen die Formkasten auf ihren Wagen einzeln hindurchgefahren und 15 bis 20 Minuten lang einem erhitzten Luftstrome ausgesetzt werden.

Der Betrieb einer derartig eingerichteten Gieſserei ist folgender: Die Formkasten werden auf den Geleisen A, A1 auf ihren Wagen in der Pfeilrichtung nach einander unter die Presse B geführt, hier über der Modellplatte mit dem Preſsrahmen versehen, mit Sand gefüllt, gepreſst, abgestrichen und dann in fortlaufender Reihe in den Trockenofen E gefahren. Von hier gelangen dieselben über das Geleise H, wo mittels des Krahnens F der Oberkasten auf den Unterkasten gesetzt und