Text-Bild-Ansicht Band 253

Bild:
<< vorherige Seite

selbstthätig zurückgezogen werden. Zu diesem Zwecke sind die Schieber selbst mit Zapfen p1 versehen, welche in eine entsprechend gestaltete Nuth q des Gestellbodens eingreifen (vgl. Fig. 7). Der Verlauf der Nuth bedingt auch ein selbstthätiges Schlieſsen der Schieber, kurz bevor sie wieder an die breiteste Stelle des Preſsraumes gelangen. Die etwa über die Entleerungsöffnungen mit hinweg geführten Preſsrückstände werden von einer an der breitesten Stelle aufgestellten Wand aufgehalten und angestaut.

Wie Fig. 6 erkennen läſst, wird die innere Preſstrommel von wagerecht verstellbaren Lagern gehalten, so daſs man die Weite des Preſsraumes verändern und somit die Stärke der Pressung selbst verschieden bemessen kann. Eine weitere Regulirung in dieser Beziehung läſst sich auch durch die gröſsere oder geringere Umdrehungsgeschwindigkeit des die Zuführung des Preſsgutes bewirkenden Speiserädchens s erzielen.

Die äuſsere groſse Trommel hängt mit einer Flansche g1 auf dem festen Gestelle und ist behufs leichterer Drehbarkeit sowohl an der unteren Seite der Flansche, als auch auf der Lauffläche des Gestelles je eine Nuth angebracht, in welcher Kugeln zur Verminderung der Reibung liegen. Andererseits ist die Trommel noch durch Rollen k und l geführt, welche zugleich den nach auſsen gerichteten Druck aufnehmen. Die äuſsere und die innere Trommel erhalten ihren Antrieb durch Schnecken m bezieh. f, von denen m in den an der äuſseren Trommel befindlichen Zahnkranz und f in ein auf der Achse b sitzendes besonderes Schneckenrad h eingreift. Zur Reinigung der Siebflächen sind an der erwähnten Aufhaltewand Bürsten angebracht.

Nach Reinhardt's Angaben soll z.B. der innere Cylinder eine Umdrehung in 2 Minuten und der äuſsere in 2 ½ Minuten machen. Die Rübenschnitzel verlassen die Presse in Form eines Kuchens mit einem Feuchtigkeitsgehalte von angeblich nur 30 Proc.

Neuerung an Gaslampen für Eisenbahnwagen.

Mit Abbildungen auf Tafel 30.

Zu den vielen Vorzügen, welche die Beleuchtung der Eisenbahnwagen mittels Leuchtgas vor den älteren Beleuchtungsarten voraus hat, zählt auch die Möglichkeit, während der Fahrt an Gas zu sparen, sobald den Reisenden ein schwächeres Licht erwünscht ist. Zu diesem Zwecke ist die Einrichtung getroffen, daſs die Flamme mittels eines vom Wageninneren aus stellbaren Regulirhahnes nach Belieben groſs oder klein gestellt werden kann. Allein die Reisenden bedienen sich nicht immer dieses Regulirhahnes, sondern dämpfen die Beleuchtung häufig mittels des unter der Glasschale der Lampe angebrachten Lampenschleiers, wobei freilich die Flamme nutzlos weiter brennt. Um der hierdurch