Text-Bild-Ansicht Band 253

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Ueber Neuerungen an dynamo- und magneto-elektrischen Maschinen.

(Patentklasse 21. Fortsetzung des Berichtes Bd. 245 S. 283.)1)

Mit Abbildungen auf Tafel 34.

1) Hopkinson und Muirhead sind nach Engineering, 1883 Bd. 35 S. 530 vermuthlich die Ersten (vgl. jedoch Ferranti 1883 247 * 450), welche sowohl in ihren Gleichstrom-, als auch in ihren Wechselstrommaschinen aus Kupferstreifen gewundene Spulen verwenden, die auf einer Kernscheibe befestigt sind. Die Genannten benutzen, wie aus Fig. 1 und 2 Taf. 34 ersichtlich, eine Scheibe, auf deren Umfang Streifen von Bandeisen durch Asbestpapier gegen einander isolirt aufgewickelt werden. In diesen durch radiale Bolzen d mit der Scheibe verbundenen Eisenring sind bei der Gleichstrommaschine zu beiden Seiten der Kernscheibe radiale Nuthen eingearbeitet und um die stehen bleibenden trapezförmigen Vorsprünge b des Ringes ist Kupferdraht oder Kupferband c spiralförmig gewickelt. Bei der Gleichstrommaschine liegen die Spulen auf beiden Seiten des Ringes versetzt gegen einander; daher werden die Spulen der einen Seite das Mindeste an Strom geben, wenn die Spulen der anderen Seite das Meiste leisten. – Bei der Wechselstrommaschine liegen die Spulen nicht versetzt gegen einander. Die Kernscheibe kreist zwischen zwei Reihen von Elektromagneten, welche, an den Seitenwänden des Gestelles sitzend, einen ähnlichen trapezförmigen Querschnitt besitzen wie die Spulen; ihre Kerne sind entweder aus Bandeisen gewickelt, oder aus einem vollen Schmiedeisenstücke hergestellt, bezieh. auch wohl mit den Seitenwänden aus einem Stücke gegossen, wie die Schnittfigur 3 darstellt, in welcher d die Gestellwand mit den Kernen e und f die Wickelung der letzteren bezeichnet. Sowohl die gegenüber stehenden, als auch die benachbarten Magnete derselben Seite kehren dem Spulenringe ungleichnamige Pole zu.

Der auf der einen Seite der Welle sitzende Commutator bildet einen aus einzelnen, von einander isolirten Schienen zusammengesetzten Cylinder (vgl. Fig. 4 und 5 Taf. 34), auf dessen Umfange mehrere Kupferstreifen g bezieh. g1 aufliegen. Diese Streifen werden an dem anderen Ende durch eine Spindel h getragen. Der Streifen g1 ist mit dieser Spindel durch einen von Graphit hergestellten elektrischen Widerstand

1)

Vgl. auch Jablochkoff 1883 247 * 22. J. Gordon 1883 247 * 286. Crompton 1883 247 * 488. Maquaire 1883 248 * 364. Deprez 1883 248 470. Elphinstone und Vincent 1883 249 * 119. 280. A. Gérard 1883 249 185. Gordon und Gray 1883 249 359. Ball 1883 249 * 452. Thomson-Houston 1883 250 * 114. Dion (Herstellung von Inductionsspulen) 1883 250 * 207. Chertemps und Dandeu 1883 250 * 514. Siemens bezieh. Schuckert 1883 248 * 283. 1884 251 * 24. Ferranti 1884 251 334. Berthoud 1884 252 83. Hottenroth 1884 252 * 459. A. Browne 1884 253 154.