Text-Bild-Ansicht Band 253

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selbst, welche von Böhmer und Köster in Limburg a. L. zur Ausführung gebracht wird, bietet an sich nichts Neues- sie ist eine doppelte, indem durch die vorhandenen Wagenfedern sowohl gezahnte Klauen in die Schachtleitung eingeschlagen, als auch Stützen nach auſsen getrieben werden, welche sich gegebenen Falles auf die Einstriche der Schachtzimmerung aufsetzen sollen. Das Seil ist durch besondere Hängestangen mit dem Fördergestelle unmittelbar verbunden und trägt, unabhängig von letzterem, die Personenförderschale. Durch mit dem Gestelle fest verbundene wagerechte Träger gehen kurze Bolzen hindurch, deren obere Enden auf von den genannten Trägern unterstützten Spiralfedern ruhen, während sie am unteren Ende mit Haken versehen sind, in welche die Schale eingehängt wird, so daſs das Brechen des Seiles die in der Personenförderschale vorhandene lebendige Kraft durch Zusammendrückung der Spiralfedern sich allmählich aufzehren läſst.

S–l.

Aug. Stotz's Parallelführung für Schiebethüren.

Mit Abbildung auf Tafel 36.

Eine Parallelführung für Schiebethüren, welche wohl allen billigen Ansprüchen entsprechen dürfte und dabei sehr einfach ist, wird von Aug. Stotz in Heilbronn (* D. R. P. Kl. 68 Nr. 23562 vom 29. December 1882) zur Ausführung gebracht.

Wie aus Fig. 10 Taf. 36 hervorgeht, ist die Schiebethür an den beiden andererseits in der Tiefe des Mauerschlitzes eingelenkten Scheren a aufgehängt, deren mittlere Drehpunkte durch die Stange b verbunden sind. Da so die Thür mittels zweier gelenkigen Parallelogramme mit der Mauer zusammenhängt, ist eine Schrägstellung derselben gegen letztere schon ausgeschlossen; wohl aber könnte die Thür noch herabsinken und würde daher mit ihrem ganzen Gewichte auf der Schwelle bezieh. der unteren Führung auflasten. Um dies zu vermeiden, ist noch die dritte Schere a1 vorhanden, mit deren Drehpunkt D eine auf der Stange b geführte Rolle verbunden ist. Da auf diese Weise die eine Diagonale CD des aus den beiden Scheren a und a1 gebildeten Rhombus stets lothrecht gehalten wird, so muſs bei allen Verschiebungen des ganzen Systemes die zweite Diagonale AB wagerecht bleiben. Der Punkt B und somit die ganze Thür kann daher nur in wagerechter Richtung bewegt werden.

Es ist nicht ausgeschlossen, daſs bei sorgfältiger Ausführung, wohin besonders gehört, daſs auch bei geschlossener Thür die lothrechte Diagonale des Rhombus ACBD noch eine genügende Länge besitzt, diese Aufhängungsart jede andere Führung durch Rollen u. dgl. entbehrlich macht und damit die hauptsächlichsten Mängel beseitigt, welche einer weiteren Verbreitung der Schiebethüren bisher hinderlich waren.