Text-Bild-Ansicht Band 253

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Zeichen auf P deutlich und bestimmt. Der Gegenstrom macht zugleich die Leitung L für den nächsten Telegraphirstrom entsprechend empfindlich und erleichtert dessen scharfe Wiedergabe auf dem Streifen P.

Mit dieser Schaltung konnten zwischen New-York und Cleveland 1000 bis 2000 Wörter in der Minute telegraphirt werden und selbst bei Vollendung der Leitung bis Chicago erreichte man noch die höchste Geschwindigkeit von 1200 Wörtern in der Minute, z. Th. selbst unter Mitbenutzung von Kabeln.

Abdampfapparat für Laugen.

Mit Abbildung auf Tafel 36.

Zum Verdampfen von Laugen, Schlempe, Abwasser u. dgl. will Lutteroth und Comp. in Hamburg (* D. R. P. Kl. 75 Nr. 27998 vom 18. November 1883) die betreffenden Flüssigkeiten durch Rohr d (Fig. 8 Taf. 36) in einen Kessel a leiten. Die entweichenden Dämpfe werden in der Schlange e verflüssigt, das gebildete Wasser sammelt sich im Behälter f. Aus dem Kessel gelangen die Flüssigkeiten durch Rohr v in die Pfanne b, dann durch Rohr i auf den Herd w, während die durch k und l abziehenden Gase bei m zur Rostfläche c gelangen und dort verbrennen sollen. (Wo sie schlieſslich bleiben, ist nicht angegeben.) Die Condensationsproducte bezieh. die Asche werden mittels Eisen von o aus durch k in den Kühlraum l geschafft und von dort durch Klappe n entfernt.

Verfahren zur Trennung der Mineralöle.

Mit Abbildung auf Tafel 36.

Nach A. André in Paris (* D. R. P. Kl. 23 Nr. 27 797 vom 24. Juli 1883) erhält man bei der Verarbeitung der Mineralölrückstände von der Leuchtölfabrikation eine gröſsere Ausbeute an Schmieröl, wenn man dieselben nicht destillirt, sondern mit Schwefelsäure behandelt und dann in eine Schleuder flieſsen läſst.

Zu diesem Zwecke werden die Erdölrückstände in einer Bleipfanne mit 10 bis 25 Proc. Schwefelsäure behandelt und nach dem Absetzen in eine Schleuder abgelassen. Der Korb A (Fig. 7 Taf. 36) derselben hat volle, nicht durchbrochene Wände und kann durch Deckel B dicht abgeschlossen werden. Wird nun diese Schleuder in Bewegung gesetzt, so sammeln sich die schweren Bestandtheile des in derselben befindlichen Oeles rings an den Wänden des Korbes bei F an, während das leichtere Oel in der Mitte bleibt. Der Rand c an dem Boden des Korbes beschleunigt die Beförderung der schweren Bestandtheile gegen die Korbwand, während der Rand e diese Bestandtheile an der Wand zurückhält. Nach beendigtem