Text-Bild-Ansicht Band 256

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das Rohr E ununterbrochen berieselt wird. Noch einfacher gestaltet sich die Maschine, wenn man an Stelle der verbrauchten Luft dem Kessel durch den Injector beständig frische Luft zuführt und die erstere entweichen läſst; dann fallen das Rohr E und der Kühlapparat H fort, d.h. es treten an Stelle derselben je eine einfache Oeffnung in dem Injector und dem Motor, während die übrige Maschine unverändert bleibt. Druckverluste gleicht die kleine Pumpe J aus.

Für eine zweite in der Patentschrift veranschaulichte Maschine ist als Betriebsflüssigkeit im Kessel A Ammoniakgas vorausgesetzt.

Um die abzukühlende, condensirende Wirkung dem betreffenden Gase nicht allein zu überlassen, bringen Gruson und Handrick (D. R. P. Kl. 46 Zusatz Nr. 23 435 vom 2. September 1882) behufs beschleunigter Abkühlung des Injectordampfes Wasser mit demselben in Berührung.

J. Davies' unterseeisches Torpedoboot.

Mit Abbildungen auf Tafel 10.

Ein erfolgreiches, treffsicheres Abschieſsen der gebräuchlichen Fischtorpedos kann nur in verhältniſsmäſsig geringer Entfernung vom Ziele erfolgen. Bevor jedoch ein Torpedoboot der gebräuchlichen Bauart sich dem Angriffsziele, also dem feindlichen Schiffe, auf diese Entfernung nähern kann, muſs unter gewöhnlichen Verhältnissen angenommen werden, daſs es von den hier vorhandenen Revolverkanonen bereits vernichtet ist. Diese Erkenntniſs hat nun unter anderen auch die Frage der unterseeischen Torpedoboote wieder lebhafter gestaltet (vgl. Nordenfelt 1882 246 * 65. Uebersicht 1883 247 * 56. Lake 1883 248 42. Wellner 1884 252 * 394). Diese Boote sollen mehr oder weniger tief unter der Wasserlinie eine genügende Zeit hindurch fahren können, um in schuſssicherer Entfernung vom Angriffsziele untergetaucht werden zu können. Eine neue Bauart für solche Boote schlägt J. Davies in Farnborough, England (* D. R. P. Kl. 65 Nr. 28178 vom 13. November 1883) vor.

Dieses Boot wird durch eine vierflügelige Schiffsschraube getrieben, welche durch eine mittels verdichteter Luft gespeiste Maschine in Gang erhalten wird. Diese verdichtete Luft wird aus den Kammern A und C (Fig. 6 und 7 Taf. 10) entnommen, welche vorher gefüllt wurden. Reicht der Vorrath nicht aus, so tritt eine Luftpumpe H, welche durch Trittbewegung des auf dem Lager B ruhenden Steuermannes angetrieben werden soll, in Thätigkeit. Von dem Lager B aus bethätigt der Bootsmann sämmtliche Steuer- und Bewegungsvorrichtungen des Bootes durch handlich angebrachte Hebel und Räder. Manometer und Meſsapparate für den Druck in den Luftbehältern und für die Tauchtiefe sind an den Fenstern W und W1 angeordnet. Die Lufterneuerung im Raume erfolgt aus den Luftbehältern, während die verbrauchte Luft durch Ventil V